Waltraud Meier: Rückkehr auf den Hügel

Waltraud Meier. Foto: dpa

 Versöhnung mit den Festspielen, fast zwei Jahrzehnte nach dem Zerwürfnis: Waltraud Meier hat bestätigt, dass sie 2018 die Ordtrud in der Neuinszenierung des "Lohengrin" singen wird.

In „Bild“, "SZ" und anderen Zeitungen stand kürzlich zu lesen, Waltraud Meier habe ihren Abschied von den großen Wagner-Rollen genommen. Im Interview mit der „Mainpost“ in Würzburg trat Meier (60) dem jetzt entgegen und bestätigte, dass sie – wie schon seit längerem vorgesehen – in zwei Jahren die Ortrud singen werde. „Ich habe mit Isolde, Kundry und Sieglinde abgeschlossen. Also mit den sogenannten typischen Sopranpartien. Aber Ortrud bleibt noch. Ich möchte ja, wenn’s geht, 2018 in Bayreuth die ,Lohengrin’-Premiere singen.“ Anna Netrebko wird die Elsa singen. Regie führt Alvis Hermanis, für die Ausstattung zeichnet der Maler Neo Rauch verantwortlich.

2000 war Meier im Streit mit Wolfgang Wagner vom Grünen Hügel geschieden. „Es hat sich aber noch zu Lebzeiten von Wolfgang Wagner wieder eingerenkt“, sagte sie jetzt. Bereits vor über einem Jahr hatte Christian Thielemann, mittlerweile musikalischer Direktor der Festspiele, die Rückkehr Waltraud Meiers an den Grünen Hügel angekündigt. Nach dem Karrierestart am Würzburger Theater stieg Waltraud Meier schnell in die Weltspitze auf. Als Kundry war sie 1983 die Entdeckung der Saison in Bayreuth. Danach feierte die Mezzosopranistin Welterfolge, vor allem als Darstellerin in Richard Wagners Musikdramen, auch als Isolde. In diesem Sommer ist die gebürtige Würzburgerin zweimal in der Region zu Gast: am 2. Juli beim Würzburger Mozartfest und am 24. Juli beim Kissinger Sommer (ausführliches Interview folgt).

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red

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