Vor 50 Jahren Gäste zufrieden mit Bayreuther Preisen

Repro: Nordbayerischer Kurier

VOR 50 JAHREN. Der "Nordbayerische Kurier" feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. An dieser Stelle blicken wir täglich auf den Tag genau 50 Jahre zurück. Lesen Sie im Artikel die Titelseite von damals und einen Rückblick der lokalen Ereignisse. In der Ausgabe vom 9. August 1968 berichteten wir unter anderem von Bayreuther Hotelpreisen während der Festspielzeit.

Nachdem Gerüchte aufgekommen waren, dass sich die Bayreuther Festspielgäste über die Preise in Hotels und Restaurants beschwerten, startete der „Nordbayerische Kurier“ eine kleine Umfrage dazu.

Tatsächlich war ein Großteil der Gäste aber zufrieden, wie in der Ausgabe vom 9. August 1968 berichtet wurde. Beschwerden waren die absolute Ausnahme.

Viele Gäste zogen einen Vergleich zwischen den Bayreuther und den Salzburger Festspielen. Bei Letzteren übernachteten manche Wagnerianer im Auto, weil die Hotels so teuer waren. Das sei in Bayreuth noch lange nicht nötig, waren sich viele einig.

Und das, obwohl sich die Preise für ein Zimmer während der Festspielzeit fast verdoppelten. So zahlte man im Bayerischen Hof beispielsweise 26 Mark bis 36 Mark für eine Übernachtung während der Festspielzeit und 16 Mark bis 20 Mark während des restlichen Jahres.

Damit lag Bayreuth jedoch immer noch an der unteren Grenze dessen, was in der übrigen Bundesrepublik üblich war, so ein Hotelier. Schlimmer als die Preise sei die Tatsache, dass die öffentlichen Verkehrsmittel nach 20 Uhr nicht mehr fuhren, beklagten die Gäste.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier darüber, dass der neue Befehlshaber im Wehrbereich VI, Generalmajor Konrad Stangl, der Markgrafen-Kaserne einen Besuch abstattete.

Zweck dieses Besuchs war ein erstes Treffen mit den Kommandeuren und den verantwortlichen Dienststellenleitern des Wehrbereichs vor Ort.

Vor seinem Besuch war Stangl von Oberbürgermeister Hans Walter Wild in dessen Amtsstube empfangen worden.

Dort hatten die beiden Männer gemeinsam mit Regierungspräsident Friedrich Stahler Erinnerungen ausgetauscht: sie alle drei hatten nämlich zusammen Jura studiert – unter anderem als Schüler von Kurt Georg Kiesinger, der von 1966 bis 1969 Bundeskanzler war.

 

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