Vor 50 Jahren Der 12.10.1968: Sesselliftbau am Ochsenkopf verzögert

Repro: Nordbayerischer Kurier

Der "Nordbayerische Kurier" feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. An dieser Stelle blicken wir täglich auf den Tag genau 50 Jahre zurück. Lesen Sie im Artikel die Titelseite von damals und einen Rückblick der lokalen Ereignisse. In der Ausgabe vom 12. und 13. Oktober 1968 berichteten wir unter anderem von einer oberbayerischen Veranstaltung, die einem Projekt in Oberfranken in die Parade fährt.

Das Münchner Oktoberfest sorgte damals für Verzögerungen beim Bau des Sessellifts am Ochsenkopf.

„Kaum zu glauben, aber wahr: Das Oktoberfest machte einen Strich durch unseren Terminkalender“, erklärte der damalige Landrat Josef Kohut. Wie der „Nordbayerische Kurier“ in der Ausgabe vom 12. und 13. Oktober 1968 berichtete, war das Büro, das die statischen Berechnungen für den Sessellift liefern sollte, auch von den Betreibern des Oktoberfestes engagiert worden.

„Die Berechnungen für die ‚Wies’n‘ waren leider vorrangig; unser Sessellift geriet bei den Statikern in München in den Hintergrund“, so Kohut.

Doch es waren nicht nur Verzögerungen bei den zuarbeitenden Büros, welche die Bauarbeiten in die Länge zogen. Auch hatte man erfahren, dass die Anlage nicht wie ursprünglich geplant 2,2 Millionen Mark, sondern 2,8 Millionen Mark kosten würde. Dafür mussten erst einmal weitere Gelder beschafft werden.

Das schlechte Wetter im Sommer hatte die Pläne dann endgültig durcheinander geworfen. Der neue Zeitplan sah die Fertigstellung des Sessellifts bis Pfingsten 1969 vor.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier von einem gefährlichen Lausbubenstreich. Ein zwölfjähriger Schüler hatte von der Autobahnbrücke an der Bernecker Straße einen Stein auf die Autobahn geworfen.

Der Stein durchschlug die Windschutzscheibe eines in Richtung Berlin fahrenden Autos. Der Fahrer konnte den Wagen glücklicherweise in der Spur halten und rechts ranfahren, ohne dass Schlimmeres geschah.

Die Polizei bat darum, Kinder und Jugendliche von derlei Streichen abzuhalten und sie über die dramatischen Folgen solchen Unfugs aufzuklären.

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