Vor 50 Jahren Behörden im Grenzland behalten

Repro: Nordbayerischer Kurier

VOR 50 JAHREN. Der "Nordbayerische Kurier" feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. An dieser Stelle blicken wir täglich auf den Tag genau 50 Jahre zurück. Lesen Sie im Artikel die Titelseite von damals und einen Rückblick der lokalen Ereignisse. In der Ausgabe vom 13. und 14. Juli 1968 berichteten wir unter anderem vom Bayreuther Kampf um Behörden.

Es war noch keinen Monat her, da hatte der damalige CSU-Generalsekretär Max Streibl den Bayreuthern Trost gespendet, in dem er verkündet hatte, dass Bayreuth vorerst die Oberforstdirektion behalten konnte.

Dann jedoch drangen Gerüchte nach Bayreuth, Streibl hätte sich bei der Landesregierung erkundigt, warum die Forstdirektionen Ansbach und Bayreuth nicht schon längt zusammengelegt worden seien.

Nun bangte man in Oberfranken erneut um den Verlust der Oberforstdirektion, wie der „Nordbayerische Kurier“ berichtete. Deshalb schaltete sich Bayreuths Oberbürgermeister Hans Walter Wild ein.

In einem Brief an den CSU-Generalsekretär erklärte er die besondere Stellung Bayreuths im Grenzland. Behörden von dort in Ballungszentren wie Nürnberg zu verlagern, trage nur zum ländlichen Bevölkerungsschwund bei.

Wenn sich dieser Trend durchsetzte, sei es um das Grenzland und seine Bewohner schlecht bestellt, so Wild.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier davon, dass einige Bayreuther Soldaten einen in Not geratenen Wanderzirkus unterstützten.

Ein Sturm hatte das Tierzelt zerfetzt, der Zirkusfamilie fehlte Geld für die Reparatur und die Vorstellungen waren auch nur durchwachsen besucht.

Nachdem bereits einige Politiker den Zirkus besucht und Geld gespendet hatten, stattete auch eine große Gruppe Bayreuther Artilleristen dem Zirkus einen Besuch ab. Es kamen so viele Soldaten, dass die Sitze in der Manege gar nicht ausreichten.

Die Zirkusfamilie bedankte sich ganz herzlich für diesen Besuch und die dadurch ganz unbürokratische Hilfe.

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