Viele Hantavirus-Infektionen in Bayern

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Hantaviren (Puumalaviren), undatiertes Handout des Robert-Koch-Instituts. Foto: RKI / Hans R. Gelderblom/RKI/dpa

Fieber, Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen, Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen: Eine Infektion mit dem Hantavirus kann schlimme Folgen haben. Die Erkrankungen nehmen deutlich zu.

Die Zahl der Hantavirus-Infektionen in Bayern ist in diesem Jahr sprunghaft gestiegen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen registrierte bis Anfang September 304 Erkrankungen. Mehr als jede fünfte in Deutschland registrierte Infektion stamme aus Bayern, teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit am Freitag mit und berief sich auf Zahlen des Robert Koch-Instituts in Berlin.

Übertragung durch Nagetierausscheidungen

Die Krankenkasse begründete die Entwicklung mit der starken Mäusepopulation in diesem Jahr. 2016 wurden im Freistaat im gesamten Jahr laut LGL nur 28 Fälle gemeldet, 2015 waren es 134 Erkrankungen. Sehr hoch waren die Zahlen 2012 mit 438 gemeldeten Infektionen.

Hantaviren werden durch Kot, Urin und andere Ausscheidungen infizierter Nagetiere, insbesondere der Rötelmaus, übertragen. Die Symptome einer Erkrankung ähneln einer Grippe mit Fieber sowie Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen. Riskant ist die Krankheit, weil das Virus die Nieren angreifen und sogar zu deren Versagen führen kann.

dpa

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