Verkauf von Silvesterknallern hat begonnen

Symbolfoto: Paul Zinken/dpa

Böller, Raketen, Wunderkerzen: Seit Donnerstag, 28. Dezember, können sich die Menschen in Deutschland mit Silvesterfeuerwerk eindecken. Die Deutschen jagen in der Silvesternacht wohl wieder mehr als 130 Millionen Euro in die Luft. Behörden mahnen einen verantwortungsvollen Umgang an und warnen vor illegalen Feuerwerkskörpern.

An diesem Donnerstag beginnt im Einzelhandel der Verkauf von Böllern und Silvesterraketen für den bevorstehenden Jahreswechsel. Käufer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Die nur vom 28. bis 30. Dezember angebotenen Feuerwerksprodukte müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, kurz BAM, oder einer vergleichbaren europäischen Behörde zugelassen sein. Geprüfte Böller sind gekennzeichnet.

Feuerwerksbranche rechnet mit Umsatz von rund 137 Millionen Euro

Die Fachleute des BAM und auch der Zoll warnen vor illegalem Feuerwerk. Die Auswirkungen dieser Knallkörper seien unberechenbar, darauf hatte die Bundesanstalt bereits Mitte des Monats hingewiesen. In der brandenburgischen Grenzregion zu Polen steigt die sichergestellte Menge an Knallern, die nicht in Deutschland zugelassen sind, wie es vom Hauptzollamt Frankfurt (Oder) heißt.

Die deutsche Feuerwerksbranche rechnet mit einem gleichbleibend hohen Silvesterumsatz von 137 Millionen Euro. «Die Hoffnung ist, dass wir das hohe Niveau des Vorjahres wieder erreichen», sagte der Geschäftsführer des Verbands der Pyrotechnischen Industrie (VPI), Klaus Gotzen. Die Feuerwerksbranche erzielt bereits die Hälfte ihres Silvesterumsatzes mit sogenanntem Batteriefeuerwerk, das einmal angezündet wird und dann nacheinander Effekte abfeuert.

Kirche ruft zu Brot statt Böllern auf

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt hat zum Jahreswechsel wieder zu Spenden aufgerufen. «"Brot statt Böller" ist eine Einladung an alle, denen Silvesterfeuerwerk eher Unbehagen bereitet, weil hier Millionen Euro im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert werden», erklärte die Präsidentin des Hilfswerkes, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Das Hilfswerk unterstützt Projekte in mehr als 90 Ländern.

dpa

 

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