Vatertag auf der Landesgartenschau: Bollerwagen könnte man sich auch ausleihen Gartenschau: Für Väter und Jungs

Nichts wie raus bei dem Wetter, das für den Himmelfahrtstag angekündigt ist. Ein Tag, der ja speziell in Oberfranken ganz im Zeichen des Vatertagsausflugs steht. Wer es vorzieht, nicht nur mit der Männerrunde aus Vätern und solchen, die es noch werden könnten oder wollen, übers Land zu ziehen, der könnte in der Wilhelminenaue seine Runden drehen.

Das zumindest schwebt den Machern der Bayreuther Landesgartenschau vor. Wobei Mirko Streich, der Pressesprecher, gleich einmal den Spielverderber gibt im Gespräch mit unserer Zeitung. "Bierrabatt geben wir an dem Tag leider nicht. Und Fässer darf man auch nicht mit aufs Gelände bringen. Da hätte nicht nur der Sicherheitsdienst was dagegen." Dafür kann man sich an der Kasse einen Bollerwagen ausleihen. Was vor allem für Familien interessant sein dürfte. Und Vätern zumindest das Gefühl gibt, auf der Vatertagsrunde unterwegs zu sein. "Der Vatertag ist bei uns eher ein Familientag, sehr auf Kinder zugeschnitten", sagt Streich.

Kinder brauchen Musik

Das Motto: "Kinder brauchen Musik".Deshalb werden überall auf dem Gelände Kinder und Jugendliche musizieren an diesem Tag. Ein Kinderchor aus Eckersdorf macht um 10.30 Uhr den Auftakt auf der Bühne der Jungen Landesgartenschau in der Nähe des Eingangs Nord (Eremitagestraße), auf der Seebühne spielt das Hummeltaler Jugendblasorchester. Und als Höhepunkt des musikalischen Tages ist Rolf Zuckowski angekündigt. An sich, wie Streich sagt, das "erste Konzert eines namhaften Künstlers, wenn man das Eröffnungswochenende mal ausklammert". Zuckowski ist seit Jahren mit seinen Kinderliedern und Liedern, die er mit Kindern singt, eine feste Größe im deutschen Musikgeschäft. "Natürlich hat er am Donnerstag auch einen Kinderchor auf der Bühne mit dabei", sagt Streich. Das Konzert beginnt um 16 Uhr auf der Seebühne.

Glotzaugengerch ist unterwegs

Auch was für Kinder: "Der Glotzaugengerch ist mal wieder auf dem Gelände unterwegs." Streich sagt, dass sich das einzige der drei Maskottchen der Landesgartenschau, das in Menschengröße übers Gelände marschiert, "zu einem Liebling der Kinder herauskristallisiert hat". Anders als Schuppen-Schubi und Spritz-Fritz, die es nur in klein und Plüsch gibt, wandert der Gerch von Zeit zu Zeit über die Gartenschau und regt die Kleinen und Großen zum Rätseln an "durch seine schräge Erscheinung. Auf den prähistorischen Kreiselkrebs kommt in den seltensten Fällen jemand. Die meisten tippen auf Schnecke", sagt Streich.

Boote fahren in Klein

Streich blättert gedanklich im Programm des Feiertags: "Was natürlich auch etwas für Vater und Sohn ist, das ist die Aktion der Schiffsmodellbaufreunde. Die fangen um 10 Uhr an, ihre ferngesteuerten Boote am Hammerstätter See ins Wasser zu lassen. Und wer auf Action steht, der kann auf die Junge Landesgartenschau gehen. Aufs Trampolin, zum Beispiel. Oder mit Playmais bauen."

Braucht es einen Stillraum?

Überrascht reagiert Mirko Streich auf die Kritik, die unsere Zeitung über Facebook von einer jungen Mutter erreicht hat. Es fehlten Stillräume auf der Landesgartenschau. Mütter müssten zum Stillen in die Behindertentoilette ausweichen. Dorthin, wo auch der Wickeltisch ist. Was, wie die Mutter schreibt, nicht gerade zur Familienfreundlichkeit beiträgt. "Das", sagt Streich, "ist zu mir bislang noch nicht durchgedrungen". Ihm sei auch nicht bekannt, dass es bei vergangenen Landesgartenschauen Stillräume gegeben habe. "Es gibt natürlich bei einer solchen Veranstaltung viele Begehrlichkeiten. Man kann aber nicht alle Wünsche erfüllen. Denn bei einer Veranstaltung, die sechs Monate lang stattfindet, muss man auch irgendwo die Verhältnismäßigkeit wahren." Wenn gesteigerter Bedarf an die Landesgartenschau gemeldet würde, müsste man "versuchen, Möglichkeiten zu schaffen. Aber das wäre sicher nicht einfach, da wir ja keine Räume haben. Eine Gartenschau ist ja draußen, unter freiem Himmel." Die Veranstalter selber haben kein Büro auf dem Gelände.

Bratwürste! Bratwürste!

Ein anderer Kritikpunkt aus den sozialen Netzwerken, es gebe keine Bratwürste auf dem Landesgartenschau-Gelände, wird von Mirko Streich sofort entkräftet. "Keine Bratwürste? In Bayreuth auf der Gartenschau? Das ginge gar nicht! Natürliche gibt es die." Zwar nicht am Eingang in der Gastronomie, weil dort eher die Süßspeisen verkauft werden. Aber weiter hinten, am Wendepunkt in der Nähe des Mainauenhofs und des Grünen Quartetts. "Dort gibt es beim Gastro-Pavillon sogar eine richtige Grilltheke. Dort habe ich neulich erst selber ein Paar Bratwürste gegessen. Ist ohnehin einer meiner Lieblingsplätze, dort am Wasser zu sitzen." 

Alles über die Landesgartenschau finden Sie hier

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