Unnötige Auerbacher Niederlage

Nicht zu bremsen war der Auerbacher Andreas Wolf (am Ball): Doch auch seine 14 Treffer genügten nicht, um die 28:31-Niederlage gegen den GSV Eintracht Baunatal zu verhindern. Foto: Klaus Trenz

Durch eine gleichermaßen unnötige wie verdiente 28:31 (11:15)-Heimniederlage gegen den GSV Eintracht Baunatal vergab Drittligist SV 08 Auerbach eine gute Möglichkeit, sich etwas mehr im Mittelfeld der Tabelle zu stabilisieren. Die Oberpfälzer liegen zwar weiterhin auf Rang neun, haben aber lediglich drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Andreas Wolf zeigte als Einziger vom Anfang bis zum bitteren Ende der Partie die nötige Konsequenz, aber auch den nötigen Biss, um gegen den Gegner aus Hessen etwas zu bewegen.

Sorgenkind war einmal mehr die Abwehr der Blau-Weißen. Schon früh machte sie es dem Gegner streckenweise viel zu einfach, ließ sich immer wieder düpieren und öffnete ihm dadurch Tür und Tor. So leuchtete trotz eines furiosen Starts durch Wolf bereits nach zehn Minuten ein ernüchterndes 3:5 von der Anzeigentafel. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen konnte: Das zwischenzeitliche 2:1 durch Felix Müller sollte die letzte Führung der Gastgeber an diesem Tag sein.

Immer wieder scheiterten die Oberpfälzer selbst in aussichtsreichsten Positionen am stark haltenden Constantin Paar im Baunataler Gehäuse. In der 14. Minute hatten die Hessen ihren Vorsprung noch einmal ausbauen können (3:7), als Paar sich bei einer Parade gegen Tobias Büttner am Knöchel verletzte und humpelnd vom Feld musste.

Dennoch benötigten die Auerbacher mehrere Minuten, um dies zu ihren Gunsten zu nutzen. Dann jedoch ließen sie sich weder von der Rückkehr des Keepers, noch von einer Auszeit des Baunataler Trainers Marko Jaissle beeindrucken, ließen fünf Tore am Stück folgen und glichen in Minute 22 zum 9:9 aus.

SV 08 macht zu viele Fehler

Für kurze Zeit war das Spiel wieder völlig offen, doch bereits wenige Minuten später hatten die Gäste das Ruder wieder in die Hand genommen und einige Fehler der Gastgeber sowie einen vergebenen Strafwurf durch Maximilian Lux genutzt, den alten Vorsprung wieder herzustellen und mit einem 11:15 in die Pause zu gehen.

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhten die Hessen gleich noch einmal um einen Treffer (11:16) und hatten danach relativ leichtes Spiel. Viel zu einfach durften sie ihre Tore erzielen, doch Auerbach hielt an seiner eher offensiven Abwehrvariante fest.

Auf der anderen Seite ließen die Blau-Weißen jede Menge bester Chancen liegen. Einzig Wolf, der in dieser zweiten Hälfte allein zehn Tore erzielte, war für die Baunataler Defensive nicht in den Griff zu bekommen. Die zweite Hälfte war ansonsten für den SV 08 an Höhepunkten arm. Zum einen konnte Andreas Bayerschmidt einen von zwei Strafwürfen entschärfen, zum anderen sah man nach langer Zeit einmal wieder Philipp Walzik zwischen den Pfosten, auch wenn er, von seiner Abwehr allein gelassen, wenig Positives bewirken konnte. Auerbach bemühte sich zwar nach Kräften, doch jubelte am Ende der Gast. haw

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