Unbequeme Aufgabe Haspo-Männer zum Neuling Eichenauer SV

Klare Ansage: Nachlässigkeiten beim Neuling Eichenauer SV können zu einem bösen Erwachen führen, mahnt Haspo-Trainer Michael Werner (links). Foto: Peter Kolb

HANDBALL. Spätestens mit dem letzten, gerade für das Selbstvertrauen enorm wichtigen 30:26-Heimsieg gegen den starken Aufsteiger SG Regensburg (7.) hat Herren-Bayernligist Haspo Bayreuth (4.) auch den schwachen Auftritt gegen den VfL Günzburg (21:29) hinter sich gelassen und kann sich nun voll und ganz auf die drei noch ausstehenden Hinrundenspiele konzentrieren. Dabei wartet auf die junge Mannschaft der beiden Trainer Michael Werner und Marc Brückner am Samstag um 18 Uhr beim noch relativ unbekannten Neuling Eichenauer SV (11.) in vielerlei Hinsicht eine recht unangenehme Auswärtsaufgabe.

Vor dem Auftritt beim als heimstark geltenden Gastgeber aus dem oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck spitzt sich bei Haspo Bayreuth die personelle Situation dramatisch zu. Neben gleich mehreren Langzeitverletzten (zuletzt wie gemeldet Stefan Wopperer) sind in Eichenau auch die Einsätze des in dieser Saison so starken Rückhalts Nick Tornow (möglicherweise privat verhindert), des Kreisläufers Jan-Philip Kritzenthaler (grippaler Infekt) und von Rückraumrechts Stephan Klenk (hartnäckige Erkältung) absolut fraglich. „Wir haben in der Saisonvorbereitung mit 18 Spielern angefangen und wurden teilweise für unseren großen Kader belächelt“, erinnert sich diesbezüglich Haspo-Trainer Marc Brückner und meint weiter: „In Eichenau müssen wir schon froh sein, wenn wir zehn Feldspieler aufbieten können.“

Ein weiterer Aspekt, der sich negativ auswirken könnte, ist das eine Woche später in Bayreuth stattfindende Spitzenspiel gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer HSC Bad Neustadt. „Diese Gedankengänge werden wir sicherlich nicht zulassen, da unsere Aufgabe in Eichenau uns bereits an unser Leistungsmaximum bringen wird und da würden wir böse bestraft werden, wenn wir uns jetzt schon um andere Dinge kümmern“, versichert Michael Werner.

Tatsächlich brachte der Eichenauer SV, der sich vergangene Saison in der Aufstiegsrelegation gegen den Nord-Vizemeister HSG Lauf/Heroldsberg deutlich durchsetzte (30:23 und 30:22), nicht nur in heimischer Halle einige Mannschaften schon in arge Schwierigkeiten. So holte der Haspo-Gastgeber drei seiner bisher fünf Punkte in Landshut (22:21) und beim Mitaufsteiger Regensburg (28:28). Neben dem wichtigen 27:26-Heimsieg gegen den im Abstiegskampf vermutlich direkten Konkurrenten TSV Haunstetten (8.) tat sich auch der Sechste DJK Rimpar II (23:24) und nicht zuletzt Spitzenreiter HSC Bad Neustadt (24:30) lange Zeit schwer. Der HSC lag dabei in der zweiten Halbzeit sogar mit fünf Treffern zurück, ehe den Oberbayern wohl etwas die Kraft ausging.

Hauptverantwortlich für die Konkurrenzfähigkeit des Eichenauer SV ist dabei vor allem ein Duo. Rückraumlinks Manuel Riemschneider führt die interne Torschützenliste mit bislang 55 Saisontoren an, ist damit sogar sechstbester Werfer der Bayernliga und bildet mit Kreisläufer Claudio Riemschneider (46 Tore) eine kongeniale Angriffsachse.

„Wir sind vor den Stärken der Eichenauer gewarnt“, versichert Trainer Michael Werner. „Wir werden nur Erfolg haben, wenn wir mit der gleichen Intensität ans Werk gehen, die wir zuletzt in der zweiten Halbzeit gegen die SG Regensburg gezeigt haben. Ansonsten wird es für uns ein böses Erwachen geben.“

 

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