Umstrittener Ex-Intendant Chris Dercon wird Präsident französischer Museen

Chris Dercon kam in Berlin mit seinem Konzept für die Volksbühne nicht gut an. Foto: Paul Zinken

Der belgische Kurator und Theaterwissenschaftler konnte sich als Nachfolger von Frank Castorf an der Spitze der Volksbühne in Berlin nicht durchsetzen. Nun übernimmt er eine neue Aufgabe in Frankreich.

Paris (dpa) – Der umstrittene Ex-Intendant der Berliner Volksbühne, Chris Dercon, wird neuer Präsident der französischen Vereinigung der Nationalmuseen. Der 60-Jährige wird das Amt am 1. Januar 2019 übernehmen, wie das französische Kulturministerium am Donnerstag bestätigte.

Seit 30 Jahren nehme Dercon einen bedeutenden Platz in den Museen und deren Entwicklung ein, erklärte das Ministerium zuvor in einer Pressemitteilung.

Zuletzt stand der belgische Kurator und Theaterwissenschaftler als Nachfolger von Frank Castorf an der Spitze der Volksbühne in Berlin. Wegen anhaltender Proteste gegen sein Konzept trat er im April 2018 nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt im August 2017 zurück. Dercon war zuvor unter anderem Leiter der Tate Gallery of Modern Art in London und des Hauses der Kunst in München.

Die Réunion des musées nationaux (RMN) ist eine Einrichtung des öffentlichen Rechts und vereint die bedeutendsten staatlichen Museen Frankreichs wie den Louvre, das Picasso-Museum und das Grand Palais. Die RMN organisiert unter anderem Ausstellungen in den Museen und erwirbt neue Werke für die Sammlungen.

 

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