Trotz Personalsorgen Haspo-Männern glückt Revanche gegen Rothenburg

Stark in der Abwehr und konsequent in der Chancenverwertung: Sven Goeritz (rechts) gehörte an seinem 22. Geburtstag zu den auffälligsten Spielern im Haspo-Team. Foto: Peter Kolb

HANDBALL. Mit einer Woche Verzögerung hat Haspo Bayreuth nach der ungewohnt langen Winterpause in der Männer-Bayernliga in die Erfolgsspur gefunden. Gegen den TSV Rothenburg gelang mit 27:19 (14:10) eine deutliche Revanche für die ärgerliche Niederlage im Hinspiel.

„Wir haben heute den wirklich sehr schwierigen Rahmenbedingungen getrotzt“, wirkte Haspo-Trainer Michael Werner nach Spielende sehr erleichtert. „Unsere sehr schnellbeinige, aggressive und aufmerksame Abwehr mit einem guten Torwart dahinter war für den souveränen Sieg ausschlaggebend, der uns für die restliche Rückrunde hoffentlich viel Selbstvertrauen bringen wird.“

Schließlich war die eigentliche Favoritenrolle der Bayreuther aufgrund erneut großer Personalsorgen gar nicht mehr so deutlich gewesen. „Am Donnerstag und Freitag haben wir leider richtige Hiobsbotschaften erhalten“, berichtete Trainer Marc Brückner. Mit Tim Herrmannsdörfer, dem wegen einer Handverletzung womöglich sogar eine Operation droht, und Yannik Meyer-Siebert (Schambeinentzündung und Haarriss) fielen kurzfristig zwei Leistungsträger im Rückraum aus, die nun auch längerfristig zu fehlen drohen. Hinzu kamen die krankheitsbedingten Ausfälle von Torwart Nick Tornow und Kreisläufer Lars Baldauf. Rechtsaußen Lukas Schalk muss ohnehin schon seit längerer Zeit wegen Kniebeschwerden aussetzen.

Erstes Gästetor in der zehnten Minute

Trotz allem startete Haspo aber vor allem defensiv bärenstark. Der TSV Rothenburg fand gegen die sehr aggressive Deckung einfach kein Mittel und leistete sich unter drohendem Zeitspiel viele Ballverluste. Erst nach dem 5:0 wurde das erste Tor der Gäste notiert (10.). Gerade den Rothenburger Toptorjäger Ivan Skaramuca (2/1 Tore) hatte die offensive Haspo-Abwehr komplett unter Kontrolle. Nur beim 12:10 (24.) während der zweiten von am Ende acht Bayreuther Zeitstrafen wirkte die Führung kurzzeitig nicht souverän. Eine Auszeit und ein vom guten Torwart Robin Hennig parierter Siebenmeter ermöglichten aber trotzdem eine solide Pausenführung.

Auch nach dem Seitenwechsel überzeugte die Haspo-Deckung, in der sich Geburtstagskind Sven Goeritz auf der vorgezogenen Position besonders hervortat. Im Angriff übernahm Fabio Nicola als Spielmacher viel Verantwortung in brenzligen Situationen. Beim 17:11 (38.) zeichnete sich bereits eine Vorentscheidung ab, und daran änderte sich auch durch vier mehr oder weniger berechtigte Zeitstrafen in kurzer Zeit nichts mehr (47. bis 53.). „Wir konnten die Spielzeit nur auf wenige Schultern verteilen, und dennoch haben wir die Intensität über 60 Minuten hoch gehalten. Darauf können wir durchaus stolz sein“, lobte Michael Werner.

Haspo Bayreuth: Hennig (12 Paraden/davon zwei Siebenmeter), Brückner (n.e.) – Nicola (8 Tore/davon zwei Siebenmeter), Kritzenthaler (1), Funke (2), Berghammer (1), Saborowski (4), Elschner (2), Wopperer (4/1), Goeritz (5), Klenk.

 

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