Tigers: Zuschauerzuspruch gesunken

Gute Leistungen, aber weniger Zuschauer charakterisieren den Saisonauftakt der Bayreuth Tigers um den starken Luca Gläser in der DEL2. Foto: Peter Kolb

Aus rein sportlicher Sicht gehen die Bayreuth Tigers mit einer durchaus vorzeigbaren DEL2-Bilanz in die Länderspielpause am kommenden Wochenende. 21 Punkte ergatterte die Mannschaft von Trainer Sergej Waßmiller in den ersten 16 Partien, einen Zähler mehr als im gleichen Zeitraum der zurückliegenden Saison. Dem leichten Aufwärtstrend bei der Punktausbeute steht allerdings ein klarer Abwärtstrend gegenüber: der in der Zuschauergunst.

Während in der zurückliegenden DEL2-Spielzeit 17.738 Fans (Schnitt: 2217) in den ersten acht Partien die Tore des Tigerkäfigs passiert hatten, waren es laut offizieller DEL2-Statistik in dieser Saison im Vergleichszeitraum lediglich 13.325 Zuschauer (1666). Mit diesem Schnitt rangieren die Bayreuther auf dem vorletzten Rang in der DEL2-Zuschauertabelle. Nur die Heimspiele der Heilbronner Falken (1401) wollten noch weniger Fans sehen.

Würde man nun den aktuellen Schnitt, also die 1666 Zuschauer pro Heimspiel, dem Gesamt-Zuschauerschnitt der Tigers in der vergangenen Saison von 2021 in 26 Heimspielen gegenüber stellen, ergäbe sich ein Defizit von 355 Zuschauern pro Heimspiel. Im Umkehrschluss bedeutete dies, dass den Bayreuthern rund 100.000 Euro an Zuschauereinnahmen am Saisonende fehlen würden, wenn es ihnen nicht gelänge, ihren Zuschauerschnitt signifikant zu steigern.

Zuschauerschwund "nicht dramatisch"

Den Verantwortlichen der Tigers nun aufgrund dieser ersten vorliegenden Zuschauerzahlen einen Existenz bedrohenden finanziellen Engpass zu prognostizieren, wäre allerdings vermessen. Und auch bei Tigers-Geschäftsführerin Margrit Wendel schrillen längst noch keine Alarmglocken: „Es ist nicht dramatisch, nichts was uns gefährden könnte.“

In der Tat hinkt der Vergleich von Gegenwart und Vergangenheit. So hat beispielsweise bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keines der zuschauerträchtigen Heimspiele gegen Crimmitschau stattgefunden. Zu diesen beiden Schlagerspielen kamen in der zurückliegenden Spielzeit insgesamt 6970 Zuschauer.

Einen noch deutlicheren Mangel im Zuschauervergleich der beiden Spielzeiten nennt Margrit Wendel. Die Geschäftsführerin sagt, in die Statistik der Vorsaison seien auch alle verteilten Freikarten mit eingeflossen. „Das waren pro Spiel zwischen 140 und 200. In dieser Saison werden die Freikarten nun nicht mehr erfasst, sondern lediglich die zahlenden Zuschauer.“

Dennoch, so räumt sie auch ein, liege der Schnitt „schon etwas hinter dem der vergangenen Saison“. Woran das liegt? „Vor allem an den gegnerischen Fans, die sind nicht mehr so zahlreich. Meistens sind es nur so zwischen 30 und 50“, antwortet die Tigers-Geschäftsführerin, ohne allerdings einen Erklärung dafür zu haben, warum die Reiselust der Gästefans ihrer Meinung nach abgenommen hat.

Sicher ist sie sich auch, dass der bislang gute Besuch bei den Heimspielen der Bezirksliga-Mannschaft des EHC Bayreuth – beide Partien im Kunsteisstadion sahen zusammen 1110 Zuschauer – keinen Einfluss auf den Rückgang bei den Tigers-Heimspielen hat. „Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, es sind ja beim EHC auch erst zwei Spiele gespielt.“

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