Tigers vor richtungsweisender Partie

Länderspielerfahrung kann der Ex-Freiburger Roman Tomanek (links) vorweisen, der an diesem Wochenende das Tigers-Trikot tragen wird. Unser Bild zeigt den Slowaken beim Deutschland-Cup 2014 im Duell mit Nikolai Goc. Foto: Imago

Normalerweise fordert Sergej Waßmiller immer dieselbe hundertprozentige Einstellung, ganz unabhängig vom Gegner. Vor dem achten Doppelspieltag in der DEL2 widerspricht der Trainer der Bayreuth Tigers jedoch nicht, wenn man der ersten der beiden Aufgaben besonders große Bedeutung beimisst. „Da werden wir einen totalen Kampf abliefern, denn dieses Spiel wollen wir unbedingt gewinnen“, sagt Waßmiller mit Blick auf das Heimspiel am Freitag um 20 Uhr gegen den EHC Freiburg.

Der Grund dafür wird beim ersten Blick auf die Tabelle deutlich: Beide Rivalen liegen auf den Plätzen zehn und elf genau an der Grenze, die zwischen Pre-Playoffs und Playdowns verläuft. Die Bayreuther haben drei Punkte mehr als ihre Gäste, die zudem schon zwei Spiele mehr ausgetragen haben. Mit einer Revanche für die 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Freiburg könnten die Tigers diesen Rivalen auf dem Weg zum Saisonziel Klassenerhalt also schon ein gutes Stück distanzieren.

Ex-Freiburger Tomanek als Testspieler dabei

Zusätzlichen Reiz bekommt die Begegnung dadurch, dass die Bayreuther auf einer ihrer beiden frei gewordenen Ausländerstellen einen Testspieler einsetzen werden – und zwar ausgerechnet einen, der gerade erst beim Gegner ausgemustert worden ist: Der Vertrag von Roman Tomanek in Freiburg wurde aufgelöst, nachdem er sich dort in 13 Spielen lediglich mit einer einzigen Vorlage in die Scorerliste eingetragen hatte. „Aus irgendwelchen Gründen hat es für ihn dort einfach nicht geklappt“, sagt Waßmiller über den 31-jährigen Slowaken, der sogar zehn Länderspiele vorzuweisen hat. „Wir wissen aber aus den früheren Jahren, was er kann.“

Die Trennung von Tomanek ist Teil eines Umbaus, mit dem die Verantwortlichen um Trainer Leos Sulak der bislang unbefriedigenden Saison einen Impuls geben wollen. Da zudem der amerikanische Stürmer Ben Walker längerfristig ausfällt, wurde nicht nur der in den letzten zwei Jahren für Augsburg und Krefeld in der DEL spielende Kanadier Mark Mancari nachverpflichtet, sondern auch der Vertrag des tschechischen Probespielers Jakub Babka verlängert. Erste Hoffnungen auf einen Aufwärtstrend weckten am vergangenen Sonntag die ersten Auswärtspunkte der Saison mit 5:2 in einem allerdings sehr niveauarmen Spiel bei den Heilbronner Falken sowie dann am Dienstag eine starke Leistung gegen den SC Riessersee, die aber nur einen Punkt einbrachte (4:5 n. P.).

Kasseler Formkurve zeigt nach oben

Deutlicher nach oben zeigt die Formkurve der Kassel Huskies, bei denen die Bayreuther am Sonntag um 18 Uhr antreten. Mit 13 Punkten aus den letzten sechs Spielen hat sich die Mannschaft des ehemaligen Bayreuther Trainers Rico Rossi nach mäßigem Saisonstart auf Platz fünf etabliert und hat nur noch zwei Punkte Rückstand zum dritten Rang. Sicher nicht zufällig begann der Aufwärtstrend mit der Nachverpflichtung des amerikanischen Starverteidigers James Wisniewski. Der 33-Jährige mit der Erfahrung aus 552 NHL-Spielen (Columbus, Carolina, Anaheim, Montreal, New York Islanders, Chicago) sammelte in diesen sechs Spielen 15 Scorerpunkte. Im Hinspiel haben die Bayreuther zwar bewiesen, dass Kassel nicht unbesiegbar ist (2:1 n. V.), aber auswärts wird die Aufgabe sicher noch schwerer. Die Heimbilanz der Huskies mit 17 von 21 möglichen Punkten wird nämlich nur von Spitzenreiter Bietigheim noch übertroffen.

Unter diesen Vorzeichen ist es für die Tigers umso wertvoller, dass Torwart Tomas Vosvrda wieder einsatzbereit ist. Auf anderen Positionen sind aber einige Spieler angeschlagen. Auch die Verfügbarkeit der Förderlizenzspieler entscheidet sich wieder kurzfristig

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