Tigers verlieren in Bad Tölz mit 4:5

Die Chance, in der regulären Spielzeit alles klar zu machen, vergibt hier der Tölzer Philipp Schlager (links) bei seinem Penalty. Er bugsiert die Scheibe über das von Martins Raitums gut gehütete Gehäuse. Foto: Wolfgang Fehrmann

Nach einer Durststrecke von zuletzt sieben Niederlagen nach regulärer Spielzeit in Folge ist es den Bayreuth Tigers gelungen, wenigstens ein Pünktchen auf ihr DEL2-Konto zu bringen. So richtig freuen mochte sich im Bayreuther Lager darüber aber niemand, schließlich hatte die Mannschaft von Trainer Sergej Waßmiller bei den Tölzer Löwen schon mit 3:0 und 4:1 geführt, um sich nach Verlängerung dann doch noch mit 4:5 (3:0, 1:3, 0:1, 0:1) geschlagen geben zu müssen.

Dass die Bayreuther zum Ende des ersten Drittels mit 3:0 vorne lagen, hatte weniger mit wieder entdeckter Offensivstärke zu tun, sondern viel mehr mit unzureichendem Abwehrverhalten der Isarwinkler, die zaghaft und emotionslos agierten. So war die deutliche Bayreuther Führung nach 20 Minuten durchaus verdient. Zunächst hatte Sergej Stas einen Schlagschuss von Jan Pavlu abgefälscht, dann hatte Luca Gläser aus kurzer Distanz auf 2:0 erhöht, und schließlich vollendete Anthony Luciani einen mustergültigen Konter über Stas und Eric Chouinard.

Wer nach der Pause einen Sturmlauf der Hausherren erwartet hatte, der sah sich zunächst getäuscht. Zwar verkürzte Joonas Vihko zeitnah auf 1:3, doch nur wenig später avancierte Stas mit seinem zweiten Treffer – es war gleichzeitig sein vierter Scorerpunkt – zum Spieler des Abends aus Bayreuther Sicht. Erst danach fingen die Tölzer an, sich sichtbar aufzubäumen. Ihre Angriffe wurden zielstrebiger, ihre Abwehrarbeit seriöser – mit Konsequenzen im Ergebnis.

3:4-Gegentor kurz vor Drttelende

Torhüter Martins Raitums, der für den angeschlagenen Thomas Vosvrda zwischen den Pfosten stand, konnte das starke Solo von Hannes Sedlmayr gerade noch entschärfen, doch als die Scheibe unkontrolliert durch den Torraum trudelte, schaltete Chris St. Jacques am schnellsten und verkürzte. Bitter für die Tigers: 22 Sekunden vor der Sirene kassierten sie auch noch das 3:4. Klaus Kathan verlud Raitums – und traf zum Anschluss. „Fakt ist, wir haben nur Kraft für 30 Minuten“, räumte Sergej Waßmiller nach Spielende ein. „Die Jungs sind am Ende.“

Die Tölzer kannten keine Gnade. Im Schlussabschnitt nahmen sie Raitums unter Dauerbeschuss. Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. Er fiel, als die Gäste durch Chouniard die einzige Strafzeit der Partie absitzen mussten. Raitums ließ einen Schlagschuss von Josef Frank prallen, Marcel Rodman vollendete zum 4:4. Tölz warf nun alles nach vorne. Raitums geriet unter Dauerbeschuss, hielt teilweise großartig, hatte aber auch einiges an Glück. Dann lag Pavlu im Torraum auf der Scheibe, worauf Referee Alfred Hascher sofort auf Penalty entschied. Schlager lief an, schoss aber über das Tor. Dann kam Vihko frei vor Reitums zum Abschluss – Glanzparade. In die Overtime schafften es die Tigers noch, doch nach 63 Sekunden war Hannes Sedlmayr zur Stelle und machte den Tölzer Sieg perfekt.

Tölzer Löwen: Mechel – Schwarz, Frank; Kolacny, Heinzinger; Horschel, Hüttl – Rodman, Vihko, Schlager; Sedlmayr, Kathan, St. Jacques; Edfelder, Strobl, Endraß; Walleitner.

Bayreuth Tigers: Raitums – Linden, Müller; Pavlu, Mayer; Gerstung – Stas, Chouinard, Luciani; Alanov, Kolozvary, Geigenmüller; V. Busch, S. Busch, Gläser; Ontl, Gams.

SR: Bidoul, Hascher;

Strafminuten: Bad Tölz 0, Bayreuth 2;

Zuschauer: 1973.

Tore: 0:1 (7.) Stas (Pavlu), 0:2 (11.) Gläser (Stas), 0:3 (20.) Luciani (Stas, Chouinard), 1:3 (26.) Vihko (Schlager, Kolacny), 1:4 (32.) Stas (Luciani, Chouinard), 2:4 (34.) St. Jacques (Sedlmayr), 3:4 (40.) Kathan (Sedlmayr, Walleitner), 4:4 (47.) Rodman (Schwarz, Frank – 5 gegen 4), 5:4 (62,.) Sedlmyr (Schlager, Kolacny).

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