Tigers-Neuzugang mit immenser Erfahrung Henry Mertens kommt aus Heilbronn

Eishockey DEL2 40. Spieltag im Eisstadion in Bayreuth Saison 2016-2017EHC Bayreuth gegen Heilbronner FalkenEHC Bayreuth Spieler Nr.: 19 Ivan Kolozvary rechtsHeilbronner Falken Spieler Nr.: 17 Henry Martens linksFotograf Peter Kolb

EISHOCKEY. Führungsqualitäten, Routine, Gardemaß: Laut Trainer Petri Kujala vereint Neuzugang Henry Martens diese Attribute auf sich. Der 31-Jährige ist der siebte Verteidiger, den die Bayreuth Tigers für die kommende DEL2-Saison unter Vertrag nehmen. Der 193 cm große und 93 kg schwere Rheinländer stand in den zurückliegenden Spielzeiten beim Bayreuther Liga-Konkurrenten Heilbronner Falken unter Vertrag.

Exakt 246 Spiele in der DEL und über 400 Einsätze in der DEL2 stehen in der sportlichen Vita des elften Bayreuther Neuzugangs. „Er wird uns mit seiner Erfahrung unheimlich weiterhelfen und unserer Defensive mehr Stabilität verleihen“, sagt Petri Kujala. „Wir haben ja ein paar ganz junge Spieler in der Defensive. Für die ist es Gold wert, solche Nebenleute zu haben.“ Martens selbst beschreibt sich in einer Mitteilung des Vereins „als defensiven, konstanten Verteidiger, der – wenn es sein muss – auch die körperliche Komponente ins Spiel bringen kann“.

Die Karriere des 31-Jährigen begann in den Nachwuchsmannschaften der Kölner Haie. Dort absolvierte er auch seine ersten Einsätze in der DEL. Anschließend ging es für ihn nach Iserlohn und nach Nürnberg. Bevor er im Jahr 2012 nach Düsseldorf wechselte, wo er seine absolvierten Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse auf fast 250 nach oben schraubte, sammelte der Verteidiger weitere Erfahrung in der damaligen 2. Bundesliga bei den Dresdner Eislöwen. Danach lief Martens ausschließlich in der DEL2 auf – zunächst für Bietigheim dann für Frankfurt und zuletzt in Heilbronn.

Deshalb betritt er im Tigerkäfig auch kein Neuland. „Es herrscht gute Stimmung im Stadion, und es war immer schwer, gegen Bayreuth zu spielen. Gerade im ersten Jahr war das für viele Mannschaften so“, wird Martens zitiert. „Damals ist keiner gerne nach Bayreuth gefahren.“

Einst mit Heider und Heatley im Team

Eine gemeinsame sportliche Vergangenheit hat der 31-Jährige mit gleich zwei seiner neuen Mannschaftskameraden: Mit Verteidiger Martin Heider spielte er von 2010 bis 2012 in Dresden zusammen, mit Stürmer Mark Heatley in der Saison 2013/2014 in Bietigheim und in der zurückliegenden Spielzeit in Heilbronn.

Sein sportliches Ziel in Bayreuth formuliert Martens durchaus selbstbewusst – mit dem Erreichen der Pre-Playoffs. „Wenn alles passt, ist das sicher auch möglich. Persönlich setze ich mir keine Ziele. Ich will der Mannschaft so gut es geht helfen, damit das Mannschaftsziel erreicht werden kann.“

Info: Der aktuelle Kader der Bayreuth Tigers besteht aus Brett Jaeger, Timo Herden (Tor), Felix Linden, Jozef Potac, Simon Mayr, Martin Heider, Marvin Walz, Gustav Veisert, Henry Martens (Abwehr), Michal Bartosch, Arnoldas Bosas, Tim Richter, Ivan Kolozvary, Mark Heatley, Sebastian Busch, Kevin Kunz, Benjamin Kronawitter und Timo Gams (Sturm).

Suche nach Kooperationspartner ad acta gelegt

Mittlerweile ad acta gelegt hat man bei den Bayreuth Tigers das Thema Kooperationspartner aus der DEL für die kommende Saison. „Für uns waren die Nürnberger aufgrund der sehr guten Erfahrungen, die wir in den zurückliegenden Spielzeiten gemacht haben, immer der Wunschpartner“, sagt Tigers-Geschäftsführer Matthias Wendel, der gleichzeitig „großes Verständnis“ dafür aufbringt, dass sich die Mittelfranken jüngst einen neuen Partner aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse gesucht haben.

Wie berichtet kooperieren die Ice Tigers künftig mit den Bietigheim Steelers. „Die Nürnberger mussten ja davon ausgehen, dass wir in der kommenden Saison in der Oberliga spielen. Dementsprechend waren wir aus dem Spiel, und die Nürnberger haben sich einen neuen Partner gesucht. Und als feststand, dass wir doch DEL2 spielen, war es schon zu spät.“ Andere DEL-Vereine kämen schon aufgrund der räumlichen Distanz nicht in Frage.

Das sieht auch Trainer Petri Kujala so. „Ich habe zwar beispielsweise sehr gute Kontakte nach Krefeld, aber Sinn macht das nicht. Schon alleine aufgrund der Entfernung. Zudem haben die Krefelder keine jungen Spieler, die sie an uns ausleihen könnten.“ Im Umkehrschluss bedeutet das: Der Kader der Bayreuther wird noch breiter aufgestellt. „Wir werden vier komplette Reihen verpflichten, um auch bei diversen Verletzungen gut reagieren zu können“, ergänzt Matthias Wendel.

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