Tigers holen zwei Auswärtspunkte

Der Moment der Entscheidung: Als Torhüter Tomas Vosvrda auch den dritten Heilbronner Penalty von Kevin Lavallee (links) abgewehrt hatte, war der zweite Punkt für die Bayreuth Tigers unter Dach und Fach. Fotos: Peter Kolb

Es geht aufwärts mit den Bayreuth Tigers in der DEL2. Diesen Eindruck vom vorangegangenen 7:2-Sieg gegen die Dresdner Eislöwen bestätigte am Freitagabend ein Erfolg bei den Heilbronner Falken mit 3:2 (1:0, 0:1, 1:1, 0:1, 1:0) nach Penaltyschießen. Der Tabellenletzte zog dadurch nach Punkten mit den Tölzer Löwen gleich.

Die Bayreuther verdienten sich die zwei Punkte vor allem durch eine starke Mannschaftsleistung in der Defensive. Zudem nutzten sie in entscheidenden Momenten ihre Chancen: Bei einer Restspielzeit von 5:11 Minuten eröffnete ihnen eine Strafzeit für den Heilbronner Marcus Götz die Möglichkeit zum Ausgleich, und nach 90 Sekunden verwertete sie Anthony Luciani mit einem unhaltbaren Direktschuss nach präzisem Zuspiel von Eric Chouinard.

Siegtreffer durch Chouinard

Wie im gesamten Spielverlauf hatten die Falken dann auch in der Verlängerung die Mehrzahl an Torchancen, doch Tigers-Torhüter Tomas Vosvrda machte alle zunichte. Die weitaus klarste Möglichkeit hatte Brandon Alderson nach 55 Sekunden, als er unbedrängt wie bei einem Penalty auf das Tor zulief. 30 Sekunden vor Schluss stand dann auf der Gegenseite Luciani fast ebenso frei und scheiterte ebenfalls an Torhüter Marcel Melicharcik. So musste das Penaltyschießen entscheiden, in dem Chouinard gleich zur Eröffnung der einzige Treffer gelang.

Stark verteidigt und Chancen genutzt

Von Beginn an war die größte Stärke der Bayreuther die taktische Disziplin. Sie überließen den Heilbronnern weitgehend die Spielgestaltung, konzentrierten sich auf solide Defensivarbeit und warteten auf Gelegenheiten zum Kontern. Zwar kamen die Gastgeber vielleicht phasenweise etwas zu oft durch die neutrale Zone, aber im Abwehrdrittel standen die Tigers stabil und gut geordnet. Und wenn die klaren Feldvorteile der Falken doch hin und wieder zu einem gefährlichen Abschluss führten, war auf Vosvrda jederzeit Verlass. Perfekt in dieses Konzept passte der Führungstreffer für die Bayreuther. Bei einer der Kontermöglichkeiten zog Anthony Luciani auf der rechten Seite den einheimischen Verteidigern davon und überwand Torhüter Marcel Melichercik mit einem Schuss aus dem Lauf. Es war einer von nur fünf Torschüssen der Tigers im ersten Drittel.

Im zweiten Abschnitt waren die Falken sichtlich um zwingenderen Abschluss ihrer Druckphasen bemüht. Vosvrda stand wiederholt im Blickpunkt und hatte in der 26. Minute auch das Glück des Tüchtigen: Als der Schlussmann ohne Abwehrmöglichkeit auf dem Eis lag, schob Justin Maylan die Scheibe am Tor vorbei. Erst eine Überzahl verhalf den Falken zum verdienten Ausgleich, auch wenn es kein klassisches Powerplaytor war. Mark Heatley ging aus dem Kampf um die Scheibe in der neutralen Zone als Sieger hervor und lief mit ein wenig Vorsprung auf Vosvrda zu.

Gegentore nur in Unterzahl

Das Gegentor brachte die Bayreuther aber nicht aus dem Konzept. Nur in einer weiteren Unterzahlsituation ließen sie sich noch einmal überwinden, als durch zwei Strafzeiten zu Beginn des letzten Drittels (42. und 45.) der Druck zu groß geworden war. Bei der zweiten dieser Powerplay-Chancen benötigten die Heilbronner nur 15 Sekunden, um den Ausgleich zu erzielen. Dabei hatte ein Abpraller von hinter dem Tor die Ordnung der Bayreuther kurz durcheinander gebracht, und Kevin Lavallee stand frei. Das konnte die Stimmung von Tigers-Trainer Sergej Waßmiller aber am Ende nicht trüben: „Die positive Tendenz bei uns setzt sich fort. Meine Mannschaft kämpft um jeden Zentimeter.“

Statistik

Heilbronner Falken: Melichercik – Heywood, Kurz; Martens, Götz; Kronthaler, Eckl; Mapes – Maylan, Alderson, Ross; Helms, Lavallee, Heatley; Palka, Kirsch, Bernhardt; Schlenker, Fink.

Bayreuth Tigers: Vosvrda – Linden, Müller; Potac, Neher; Pavlu, Mayer; Gerstung – Luciani, Chouinard, Stas; Geigenmüller, Kolozvary, Ontl; Gläser, S. Busch, V. Busch; Gams.

SR: Engelmann, Naust; Strafminuten: Heilbronn 8, Bayreuth 12; Zuschauer: 1332.

Tore: 0:1 (10.) Luciani (Müller), 1:1 (28.) Heatley (Heywood, Helms – 5 gegen 4), 2:1 (46.) Lavallee (Heywood, Heatley – 5 gegen 4), 2:2 (57.) Luciani (Chouinard, V. Busch – 5 gegen 4), 2:3 (65:00) Chouinard (Penalty).

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