Theo Waigel kommt zu den Europatagen

Der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel wird bei den achten Europatagen in Neudrossenfeld mit der Europamedaille geehrt. Foto: Matthias Balk/dpa

Den Grödener Frauendreigesang kennen lernen oder die Faschingsmasken aus dem Fassatal? Auf den achten Europatagen in Neudrossenfeld vom 19. bis 21. Mai gibt die Region Ladinien Einblicke in ihre vielfältige Kultur. Der zweite europäische Gast kommt mit dem Gelderland aus den Niederlanden. Prominentester Europamedaillen-Preisträger ist in diesem Jahr der frühere Finanzminister Theo Waigel.

Alle zwei Jahre veranstalten die Gemeinde Neudrossenfeld, der Landkreis Kulmbach, die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken und die Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation (FEK) die Europatage. So auch in diesem Jahr, in dem die Förderung der europäischen Idee wichtiger denn je sei, wie die Organisatoren bei einem Pressegespräch in Neudrossenfeld unterstrichen. Zwei der "Väter" der Europatage fehlten am Montag indes: der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Peter Verbata und Kuratoriumsvorsitzender Hans Kolb konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Ladinien: Fünf Täler, eine Region

Ladinien ist ein Land, das es so gar nicht gibt, das aber Skifahrer, Mountainbiker und Wanderer anzieht. Die 35 000 Ladiner leben in den Dolomiten in Norditalien, in fünf Tälern (Gadertal und Grödnertal, Buchenstein und Ampezzo und Fassatal) rund um das Sella-Massiv auf rund 1300 Quadratkilometern. Etwa 120 Ladiner würden eigens zu den Europatagen anreisen, kündigte Bürgermeister Harald Hübner an.

Almköchin kocht selbst

Zum Auftakt am Donnerstag, 18. Mai, werden im Bräuwerck Spezialitäten aus den ladinischen Tälern von Almköchin Rita Schenk zubereitet.  Am Freitagabend stellt sich das Gelderland bei einem holländischen Abend vor. Schon am Samstag, 20. Mai, zeigen sich Ladinien und das Gelderland auf dem Areal des Brauereigasthofs, um dann am Sonntag, 21. Mai, das traditionelle Kultur- und Bürgerfest mitzugestalten. "Unsere Gäste sollen in Kontakt mit der Bevölkerung kommen", sagte Hübner. Die Europatage wollten Hübner zufolge die Verbindungen zwischen den europäischen Regionen pflegen und neue Kontakte knüpfen.

IHK-Wirtschaftstag mit Schwerpunktthema

Ein fester Baustein der Europatage ist der IHK-Wirtschaftstag am Freitag, der diesmal einem anderen Konzept folgt, wie stellvertretender Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm erläuterte. Ein neuer Kreis von Unternehmern sei ins Schloss eingeladen worden, um sich mit der Dachmarke Oberfranken als Tourismusstandort zu befassen. Dazu referiert Christoph Engl, ehemaliger Direktor der Südtirol Marketing Gesellschaft. "Frieden und Freiheit sind heute in Europa nicht mehr selbstverständlich", sagte Brehm. Gerade die Wirtschaft sei auf einen freien Verkehr und offene Märkte angewiesen. "Deshalb sollten wir miteinander sprechen und sehen, wo wir von anderen lernen können."

Diskussion mit Finanzexperten Waigel und Issing

Als hochkarätige Gesprächspartner wurden der frühere Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing, und der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel eingeladen. Bei einem Festakt im Schloss am Samstag erhalten beide sowie Hupert Dalponte aus Corvara (Alta Badia) die Europamedaille Karl des IV.

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