Thema: Psychiatrischer Krisendienst Guter Ansatz

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KOMMENTAR. Mit der Einrichtung eines psychiatrischen Krisendienstes ab 2020 betritt Oberfranken ebenso wie die anderen bayerischen Bezirke Neuland. So was gab’s bisher nur in Ballungsräumen, nicht in ländlichen Regionen.

Künftig wird auch in Oberfranken jeder über eine neue Notrufnummer rund um die Uhr psychologisch extra geschultes Personal in einer Leitstelle erreichen und sogar zu Hause aufgesucht werden, wenn er in einer akuten Krise ganz schnell Hilfe braucht.

Das ist eine neue Qualität der Notfallversorgung. Notärzte beziehungsweise Polizisten, die solche Einsätze bisher zu bewältigen haben, werden dadurch entlastet, peinliche Situationen mit Blaulicht, Handschellen, Zwangseinweisung das eine oder andere Mal vermieden.

Ein guter Ansatz, der erst mal Steuergeld kostet. Andererseits sind auch Einsparungen möglich, wenn andere Maßnahmen überflüssig werden. Und schließlich: Es geht nicht in erster Linie um Geld, sondern um Menschen in Not, denen angemessen geholfen werden muss. Wird der neue Krisendienst gebraucht? Das wird sich rasch zeigen.

peter rauscher@nordbayerischer-kurier.de

 

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