Thema: Gewerbegebiet Bürger zweiter Klasse?

Zum Artikel „Investor lässt sich entschuldigen“, Kurier vom 22. März.

Jetzt sind wir als Gössenreuther einigermaßen sauer. Sind wir Bürger zweiter Klasse? Wir haben bereits die stark befahrene B 303 vor der Nase, auf der sich das Verkehrsaufkommen seit Bau der Autobahn und der Gewerbegebiete vervielfacht hat, das Riesen-Gewerbegebiet bis zur Autobahnkirche, dahinter noch die Autobahn mit der lärmintensiven Talbrücke mit großer Verkehrs- und Lärmbelastung und Luftverschmutzung.

Nun will man uns noch ein weiteres Gewerbegebiet zumuten, das im wahrsten Sinne des Wortes das „Panorama abrundet“. Zitat von Sebastian Herrmann und Bürgermeister Schneider: „Der Ortskern wird nicht belastet und der Verkehr in einem Bereich gebündelt.“

Richtig, im Bereich von Gössenreuth. Wäre doch gut, wenn der Schwerlastverkehr ein paar Tage durch die Markgrafenallee donnern würde, wie es ein Bürger als Horrorszenario dargestellt hat, falls das GG in Himmelkron nicht kommt, dafür aber vielleicht in Schlömen oder Trebgast. Dann wüssten die Ortskernbewohner, wovon wir sprechen.

Wir sind Gegner des GG aus allseits bekannten Gründen, über die niemand ein Recht hat, sich hinwegzusetzen. Die aktuellen Probleme betreffs Umwelt, Flächenverbrauch, Artensterben müssten jedem schlaflose Nächte bereiten.

An die Adresse der äußerst redegewandten jungen Frau, die kein Problem damit hat, dass 24 Hektar zugebaut werden, weil sie von dieser landwirtschaftlichen Nutzfläche wegen des hohen Verkehrsaufkommens eh keine Feldfrüchte essen würde:

1. Dort werden keine solchen angebaut, aber es gibt Störche, Kiebitze und andere schützenswerte Arten. Sie wollten doch die Natur schützen?

2. Glauben Sie uns, Sie haben schon viele Feldfrüchte verzehrt, die mit Schlimmerem begast waren als Autoabgasen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie entgegen dem europaweiten Trend (die Pendlerzahlen und die Länge der Fahrzeit zum Arbeitsplatz nehmen stetig zu) einen der hoch qualifizierten Arbeitsplätze im zukünftigen Gewerbegebiet ergattern und Ihr ganzes Arbeitsleben hier tätig sein können. Doch wir befürchten, dass die Führungskräfte des Logistikunternehmens, welches die vom Investor selbst gebauten Hallen mietet (so war die bisherige Planung) anderswo sitzen.

 

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