Thema: Faschingsorden Ein Herz für Rinder

Zum Artikel „Orden wider den tierischen Ernst“, Kurier vom 25. Februar.

Natürlich fühlt sich jeder geehrt über eine Auszeichnung, dies gilt besonders für Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die den Faschingsorden des Karnevalsvereins Aachen entgegennehmen durfte – den Orden wider den tierischen Ernst. Wenn einer diese Auszeichnung verdient hat, dann sie als Chefin des Bundeslandwirtschaftsministeriums, denn „ihre Amtsgeschäfte betreibt sie mit Herz und Verstand“, wie in der Laudatio zu hören war (kein Faschingsscherz).

Ihr Herz schlägt einfach für Tiere, denn wenn es ernst wird für diese, ist Julia zur Stelle. So hat sie es mit Anstrengung geschafft, im Bundestag das Verbot für die betäubungslose Ferkelkastration bis 2021 auszusetzen und damit einen drastischen Anstieg des Fleischpreises (wenige Cent) zu verhindern. Stattdessen hat sie ein freiwilliges „Tierwohl-Kennzeichen“ für Schweine ins Leben gerufen, an dem wir uns orientieren können, wie gut es dem Tier vor der Schlachtung ging. 

Ganz klar, dass der Verbraucher an der Fleischtheke nun mit gutem Gewissen einkauft, denn die Tiere haben nun erheblich mehr Auslauf und hatten ein gutes Leben. Die gesetzlich auf 24 Stunden limitierten Tiertransporte bei extremer Hitze etwa hält Julia für eine willkommene Abwechslung, also für eine Art „Holiday-Trip“ in ferne Länder. Da kommen schon mal 35 Stunden zusammen, bis die Tiere in der Türkei oder sonst wo angekommen sind, etliche sogar lebend. Bis jetzt ist kein BLW-Ministerium dagegen eingeschritten. Deshalb bin ich mir sicher, dass Rindviecher, wenn sie Stimmrecht hätten, Julia Klöckner wählen würden.

 

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