Thema: Eckersdorf Wir „freuen“ uns auf die Umwelt- und Lärmverschmutzung

Zum Artikel „Neue Kita kommt auf den Festplatz“, Kurier vom 24. Januar.

Manchmal bleibt einem ob der Entscheidungen des Gemeinderates in Eckersdorf nur ungläubiges Staunen oder Kopfschütteln.

Auf Grund der Diskussion und des Abstimmungsverhaltens in diesem Gremium, dessen gewählte Mitglieder für das Wohl der Gemeinde entscheiden sollen, bin ich versucht, erstmals bei den anstehenden Neuwahlen „schwarz“ zu wählen oder an keiner Wahl mehr teilzunehmen. Auch Eingaben von Anwohnern in der Schießerstraße, den Durchgangsverkehr aus unserer Straße rauszuhalten, an Samstagen mehr als 100 Fahrzeuge zum Bäcker oder Blumenladen, erzeugten nur Ablehnung in diesem dem Gemeinwohl verpflichteten Gremium.

Autoverkehr in allen Straßen ist anscheinend das Credo. Sehnsucht nach Ruhe stört da nur. Und jetzt die Kita mit noch mehr Verkehr. Toll! Nachdem der sogenannte Festplatz ja anscheinend eine Größe von rund 6000 Quadratmetern hat und davon nur ein Drittel für den Neubau erforderlich ist, stellt sich die Frage, wie man auf die „Schnapsidee“ kommen kann, dass die restliche Fläche für ein Ärztehaus und/oder eine Einrichtung für Mehrgenerationenwohnen ausreichend sei. 

Die restliche Fläche wird für Parkplätze und Wendeschleifen benötigt.

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Senioren Wohn- und Pflegezentrum Fantaisie und dessen Bewohner werden ob der neuen Lärm- und Abgasbelastung bestimmt glücklich sein. Es war in den letzten Jahren schon eine Zumutung, dass ein Abfallentsorger jede Woche seine Fahrzeuge und Container dort zwischengelagert und umgeladen hat. Manchmal sogar zweimal die Woche. Ganztags! Die Motoren der Lastwagen liefen die ganze Zeit. Trotz mehrmaliger Anrufe bei der Firma und im Rathaus Eckersdorf in den letzten Jahren, hat sich daran nichts geändert. 

Auf der Grünfläche an der Ostseite des Seniorenheimes befindet sich eine ausgedehnte Grasfläche mit einem hohen Ballschutzzaun. Darauf spielen seit Jahren keine Kinder Fußball, weil dies verboten ist, wegen des Lärmes in unmittelbarer Nähe des Seniorenzentrums. Verstehen muss man das nicht.

Nun könnten wir ja alle froh und glücklich sein, dass durch den Neubau der Kita mehr Ruhe herrschen wird. Aber da haben wir uns wohl getäuscht. Denn die Kleinen und Großen müssen ja mit dem Auto in die Kita gebracht werden. Und sei der Weg auch noch so kurz.

Was das bei rund 153 Kindern bedeutet, kann sich jeder vernünftige Mensch ausmalen. Laufende Motoren, knallende Türen, aufheulende Motoren sind dann an der Tagesordnung. Die älteren und alten Menschen und auch wir Anwohner „freuen“ uns schon darauf.

Was die Umwelt- und Lärmverschmutzung bis jetzt noch nicht geschafft hat, schaffen diese Helikoptermamis und -papis bestimmt. Wir werden froh über jeden Feiertag, Ferientag und über jedes Wochenende mit Ruhe sein.

Halt, bevor ich es vergesse! Es sei denn, es ist Kirchweih, Kanzfeuer oder sonst ein Fest mit Lärm, Rauch und betrunkenen, grölenden Gästen. Anreise zu den unterschiedlichen Festen natürlich mit dem Auto. Hoffentlich muss keiner der alten Bäume an der Nordseite des „Filetstückes“ weichen, denn wenigstens die sorgen noch für etwas saubere Luft.

Noch ein Rat zum Schluss: Bei 3,5 Millionen Euro Bausumme sollten doch noch einige Euros übrig sein, um eventuell einen „Drive-Through und Bring-In Bereich – ähnlich Mc Donalds – mit einzuplanen. 

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading