Thema Datenklau Fahrlässiger Umgang mit Daten

Zum Thema Hackerattacke vom 5./6. Januar: 

Ein groß angelegter Datenklau hat Politiker aufgeschreckt. Auch Bundeskanzlerin Merkel ist betroffen. „Das Internet ist für uns alle Neuland“ äußerte Frau Merkel vor einigen Jahren. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse könnte man diesen Satz, der Merkel damals im Netz viel Spott beschert hat, heute als eine Art „Hilferuf“ deuten. Nicht immer nur die Risiken sehen, sondern vor allem die Chancen. Mit dieser Botschaft ziehen viele Politiker durchs Land. Der aktuelle große Datenklau lenkt den Blick auf die Schattenseiten eines leichtfertigen und naiven Umgangs mit Daten.

Natürlich stellen sich Fragen an die Sicherheitsbehörden. Die bisherigen Erkenntnisse legen aber nahe, dass die von besonders hohen Firewalls geschützten Netze der Regierung beziehungsweise des Bundestags möglicherweise nicht das Problem waren. Viele Daten sind nur durch einfach abzugreifende Passwörter „geschützt“. In diesem Punkt sind Politiker oder andere Prominente offenbar genauso unvorsichtig wie viele andere Bundesbürger auch. 

Zumindest sollte sich jeder mehr Gedanken um die Sicherheit seiner Daten machen. Die ganze Naivität der Politiker entpuppt sich bei dem aktuellen Datenklau jedoch darin, dass sie mit einem Gesetz der Wirtschaft Mindestanforderungen zum besseren Schutz vorschreiben, selbst aber fahrlässig mit Daten umgehen.

Sie stehen in der Bevölkerung ganz schön blamiert da, wenn sie IT-Sicherheitsgesetze beschließen, diese Sicherheit aber selbst nicht hinbekommen.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading