Thema: Aschermittwoch Reden wie der politische Gegner

Zur Berichterstattung über den politischen Aschermittwoch.

„Wir haben in Bayern gezeigt, wie Liebe und Hilfe zu anderen geht“, so Markus Söder am Aschermittwoch. Ja, so lese ich die Aussagen von Herrn Blume – dem Generalsekretär seiner Partei – auch. Wie groß muss die Angst vor der AfD oder der Hass auf Menschen sein, um solche Ungeheuerlichkeiten immer wieder zu zitieren. Es geht um 15 Euro mehr Taschengeld für Asylbewerber im Monat.

Ganz abgesehen davon, dass es gesetzlich verpflichtend erhöht werden muss und dieses auch in der Koalitionsvereinbarung steht, werden damit weder die „Akzeptanz des Asylsystems untergraben“ noch die Kosten in die Höhe getrieben. Es ist schlicht und ergreifend ein Menschenrecht, welches bei einigen Christlich Sozialen oder Demokraten noch nicht angekommen zu sein scheint.

In Wirklichkeit glaubt niemand in beiden Parteien, die Hoffnung auf Asyl würde von monetären Erwägungen beflügelt, und wenn doch sollten sie einmal ihr Welt- und Menschenbild überdenken. Nein, es geht ihnen einzig und allein um die politische Macht- und Deutungshoheit. Dieses Unterfangen treibt sie beständig – auf dem Rücken der verwundbarsten Menschen in unserer Gesellschaft –, ihre Ernte einfahren zu wollen. Bei der Europa-Wahl im Mai bleibt nur zu hoffen, dass ein Hagelsturm an den Wahlurnen ihre Ernte zunichte macht.

Wer einen Landesvater mit solchen Generalsekretären besitzt, der weiß wahrlich, „wie Liebe und Hilfe zu anderen geht“. Man kann nicht vor der AfD warnen und gleichzeitig deren Ausdrucksweise übernehmen.

 

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