Tennet stellt Teil der Strombrücke fertig

Arbeiter montieren einen Mast der 380kv-Leitung Thüringer Strombrücke. Der Strommast steht bei Marktgraitz an der Landkreisgrenze zwischen Coburg und Lichtenfels. Geplant wird die Leitung vom Bayreuther Übertragungsnetzbetreiber Tennet.Foto: Moritz Kircher

Der Stromnetzbetreiber Tennet mit Sitz in Bayreuth meldet die Fertigstellung eines Teils der Thüringer Strombrücke. Der bayerische Abschnitt der für die Stromversorgung Deutschlands strategisch wichtigen Höchstspannungsleitung von Lauchstädt in Thüringen nach Redwitz in Oberfranken sei fertiggestellt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Auf Thüringer Seite habe der dort verantwortliche Betreiber 50Hertz die Fertigstellung eines Stromkreises vorgezogen. Damit sei die Stromleitung teilweise in Betrieb. Lex Hartman, Mitglied der Tennet-Geschäftsführung, sprach von einem wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Die Stromverbindung werde zumindest teilweise bereits vor den Wintermonaten den Engpass beim Stromtransport aus dem Nordosten in den Süden und Südwesten Deutschlands entlasten.

Sie fange außerdem den lokalen Erzeugungsrückgang durch die Abschaltung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld auf und stabilisiere so die Versorgung der Region. Bayerns Energieministerin Ilse Aigner erklärte der Mitteilung zufolge: „Die Inbetriebnahme des ersten von zwei Stromkreisen der Strombrücke ist ein wichtiger Meilenstein der Energiewende und ein Zeichen des weiteren Zusammenwachsens von Bayern und Thüringen auch im Energiebereich. Die Leitung entschärft den höchstbelasteten Netzengpass Deutschlands erheblich. Hierzu hat nicht nur die Rekordbauzeit von elf Monaten beigetragen, sondern auch das zügige und rechtlich einwandfreie Planfeststellungsverfahren durch die Regierung von Oberfranken.“ Mit insgesamt zweieinhalb Jahren von der Vorbereitung der Unterlagen über das Genehmigungsverfahren bis zum Bau sei ein Benchmark für den Netzausbau gesetzt worden, so Hartman.

Hartman erwartet, dass die Inbetriebnahme der Verbindung auch einen eindämmenden Effekt auf das Netzengpassmanagement haben werde. Mit diesen Maßnahmen wird das Stromnetz stabilisiert. Die neue Stromleitung entlaste die bislang einzige schon bestehende Verbindung zwischen Remptendorf in Thüringen und Redwitz in Nordbayern, die heute deutschlandweit eine der am stärksten von Engpässen bedrohten Leitungen sei. Ein großer Teil der Eingriffe, mit denen Tennet das Stromnetz stabilisiere, finde wegen der hier bestehenden Engpässe statt. red

 

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