Suppentag für Menschen in Not Warme Suppen heiß begehrt

Zum Suppentag für die Kurier-Stiftung "Menschen in Not" kochte das Ristorante Mediterrano eine fruchtige Süßkartoffelsuppe. Foto: Andreas Harbach

BAYREUTH. Über tausend Suppen, zubereitet von zwölf Köchen, wurden am Samstag im Rotmaincenter ausgelöffelt. Suppenliebhaber haben damit Gutes getan: Der Erlös wurde aufgerundet und beträgt jetzt 3500 Euro. Die Spende geht direkt an die Kurier-Stiftung "Menschen in Not".

Bereits als Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und Kurier-Redakteur Stefan Brand um halb Elf den Suppentag eröffneten, bildeten sich lange Schlangen an den beiden Kassen. Denn der Suppentag ist für viele Menschen eine lieb gewonnene Herbst-Aktion. Es gibt nicht nur eine leckere Auswahl an Suppen, dreizehn waren es in diesem Jahr, sondern zugleich die Gelegenheit, in Not geratenen Menschen zu helfen.

Erbseneintopf einmal mehr der Renner

Wie schon in den Jahren zuvor waren die Erbseneintöpfe heiß begehrt. So konnte sich das Küchenteam des Technischen Hilfswerkes, Beate Scherm und Thomas Oetter, nicht über mangelnde Nachfrage beschweren. Schon der Duft aus dem ersten 50 Liter Gefäß war verlockend. Weil im Jahr zuvor alles so schnell aus war, hatte das THW dieses Mal ein bisschen mehr Eintopf dabei. "Heute Morgen ist er frisch von Norbert Voigtländer nach seinem eigenen Rezept zubereitet worden", sagt Thomas Oetter über den klassischen Erbseneintopf mit Fleisch.

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Den zweiten Erbseneintopf mit Wursteinlage hatte die Großküche des Bayerischen Roten Kreuzes zubereitet. "Der gute Ruf eilt dem Gericht schon seit Jahrzehnten voraus", sagen die Helfer am Stand. Besonders die Älteren würden das Gericht noch gut kennen. "Des is wos Gscheits - und macht satt."

Mindestens hundert Portionen pro Stand

Alle zwölf Köche bereiteten mindestens hundert Portionen vor. Bei Björn Blank vom Naturkostladen Hollerbusch war zum dritten Mal marokkanische Kartoffelsuppe im Angebot. "Sie kommt einfach am besten an", sagte Blank. Das Ristorante Mediterraneo wiederum schöpfte aus einem Topf fruchtige Süßkartoffelsuppe, verfeinert mit Karotten, Orangensaft und frischer Petersilie. "Wir versuchen, jedes Mal etwas anderes mitzubringen", sagte Bettina Iacono Manno."Man will ja selbst auch mal etwas Außergewöhnliches probieren."

Tradition trifft auf Moderne

Nach dem Motto "Tradition trifft auf Moderne" servierten Ute Seibel und Stefan Hanus von der Gaststätte Maisel Leberknödelsuppe und Prosecco-Mango-Suppe. Dabei weckte vor allem Letztere das Interesse der Suppenfreunde. "Sie entstand aus meiner eigenen Leidenschaft für Mango", sagte Stefan Hanus, der auch Mango-Hühnchen kocht. Dekoriert wurde die fruchtig-scharf schmeckende Suppe mit Chilifäden, Balsamico und Rucola. Auch in der asiatischen Kürbissuppe von Stefan Ruckriegel war Mango, aber auch Sesamöl und Glasnudeln. Die nepalesische Linsensuppe mit Gewürzen aus dem Himalaja und die Wildgulaschsuppe lockten ebenso die Genießer an. Wer es weniger exotisch mochte, konnte Karotten-, Bohnen- und Tomatensuppe probieren. Ohne künstliche Zusatzstoffe kam die Wirsing-Käsesuppe von Swagman aus. "Wir versuchen, das Gute aus unserer fränkischen Heimat mit der Genussvielfalt aus aller Welt zu kombinieren", sagte Chefin Andrea Übelhack. "Bei uns wird mit Liebe gekocht und wir kochen nur das, was wir selbst gerne mögen."

Eine oder mehrere Suppen testen

Zum ersten Mal beim Suppentag war Waltraud Weidenhammer, die ihn mit einem Besuch des Museumstags verband. "Der Andrang ist jetzt nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang." Die Oberbürgermeisterin appellierte an die Gäste im Rotmaincenter, möglichst alle Suppen zu probieren. "Mit ihrem Appetit auf Suppe tragen sie zum Erfolg der Aktion für Menschen in Not bei." Stefan Brand bedankte sich im Namen des Kuriers beim Center-Management, das diesmal die Stände um den Brunnen errichtet und auch Sitzgelegenheiten zur Verfügung gestellt hatte.


Info: Auch in Pegnitz findet wieder ein Suppentag statt: 10. November, 11.30 Uhr.

 

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