Studenten als Kongress-Heinzelmännchen

Seit 6 Uhr in der Früh wuseln Studenten im und um das Audimax. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, dass der Ökonomiekongress pünktlich um 9 Uhr starten kann. 107 Studenten haben den 10. Ökonomiekongress seit Oktober geplant und organisiert – und in den zwei Aufbauwochen teilweise bis spät in die Nacht geschuftet.  

Mit Knopf im Ohr und einer weiß grünen Krawatte steht Jan-Philipp Berghold im Audimax und erteilt letzte Anweisungen an seine Teammitglieder – zu erkennen an den weiß-grünen Krawatten und Halstüchern. „Bitte noch die Blumen verteilen“, spricht er in sein Funkgerät.

Jan-Philipp Berghold studiert Betriebswirtschaftslehre an der Uni Bayreuth. Beim Ökonomiekongress ist er einer von fünf Teamleiter im Bereich Orga und Technik. Hinter den Kulissen des Ökonomiekongresses wird dekoriert, besprochen und wenn es sein muss auch spontan ein kleiner Wasserschaden repariert. „Wir müssen noch schnell in Baumarkt fahren, es fehlt ein Kissen in der Referenten-Lounge“, sagt ein Teammitglied zu Berghold. Solche Dinge fallen spontan an und müssen dann noch erledigt werden.

Die Stimmung ist dennoch entspannt, jeder weiß, was er zu tun hat und ist in einen Bereich eingeteilt – und falls nicht, dann gibt es Jan-Philipp Berhold und sein Orga-Team. „Manchmal kommen alle gleichzeitig und haben irgendwelche Fragen, das ist teilweise schon anstrengend,“, sagt Livia Kaulbach, ebenfalls Orga-Teamleiterin. „Dafür lernt man aber auch viele Leute kennen und wenn man am Ende sieht, was man geschafft hat, macht das Spaß“, sagt Berghold.

Alles steht und um 8 Uhr trudeln die ersten Teilnehmer ein. Die Referenten werden noch von Studenten in gemieteten Autos abgeholt. Teilweise vom Flughafen oder aus München.

Orientieren können sich die Teamleiter an einem Leitfaden, den die Studenten der vorherigen Jahre erstellt haben und jedes Jahr um neue Erfahrungen ergänzt wird.

Entlohnt werden die Studenten für ihre Arbeit nicht – jedenfalls nicht finanziell. Einige bekommen Credits, also Punkte, die sie sich für die Uni anrechnen lassen können. Verbunden mit einer Seminararbeit, die im Nachhinein noch geschrieben werden muss.
Schluss ist für die Teams nach dem Kongress am Freitagabend noch nicht. Der Abbau und letzte Aufräumarbeiten ziehen sich noch bis Dienstag.

Trotzdem kann Jan-Philipp Berghold dann seine weiß- grüne Krawatte abnehmen. „Und dann freue ich mich am meisten auf ein Bier und unser Teamgrillen, mit allen, die mitgeholfen haben.“

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