Straßensanierung Neuhaidhof ist noch eine Woche gesperrt

NEUHAIDHOF. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Neuhaidhof hat sich nun doch etwas in die Länge gezogen. In einer gemeinsamen Maßnahme mit dem staatlichen Bauamt und der Stadt Creußen wurden Kanal und Straßendecke saniert. Noch bis kommenden Freitag, 16. November, ist die Durchfahrt gesperrt, ab 17. November ist sie wieder frei.

Bei einer Kamerabefahrung des Kanals waren massive Schäden entdeckt worden. Um den etwa 550 Meter langen Straßenabschnitt nicht zweimal aufreißen zu müssen, hatte man sich entschlossen, beide Sanierungsmaßnahmen gleichzeitig durchzuführen. Baubeginn war im April. Sowohl der Zustand des Gehweges als auch der Straßenfläche war altersbedingt und durch Setzungen schlecht. Die Kamerabefahrung hatte gezeigt, dass Kanalanschlüsse in das System hineinragen und so hinderlich beim Abfluss sind, dass es Scherbenbildungen und starke Risse gibt. Der Kanal war nicht mehr dicht und stellenweise auch zu klein, hydraulisch nicht mehr ausreichend bemessen. Deshalb kam es teilweise zu einem Rückstau in die Anwesen oder zu einem Überstau aus den Schachtdeckeln.

Erneuern und sanieren

So musste das Regenwasser aus dem bestehenden Mischwasserkanal herausgenommen werden, um eine Entlastung zu erreichen. Für Neuhaidhof hatte man sich für eine Kombinationslösung entschieden: Der Mischwasserkanal wurde erneuert und stellenweise saniert, der Regenwasserkanal neu gebaut. „Bei den Arbeiten sind unstabile Rohrgräben des Altbestandes entdeckt worden“, erläutert Steffen Groschupp von der Baufirma Günther-Bau aus Stadtsteinach. Solch unvorhergesehene Probleme gibt es hin und wieder. Die Rohrgräben mussten nun teilweise ausgebaut und neu eingebaut sowie verdichtet werden. Ansonsten hätte die Gefahr bestanden, dass die neue Straßendecke wieder Risse bekommt.

Zeitliche Verzögerungen

Davon wäre etwa die Hälfte der gesamten Ortsdurchfahrt betroffen gewesen. Man hat dort auch einen Bodenaustausch vorgenommen. Daher sei es insgesamt zu zeitlichen Verzögerungen der gesamten Maßnahme gekommen.

Ursprünglich sollte die Straßendecke schon Ende September fertiggestellt sein. Nun wird kommende Woche noch die letzte Deckschicht aufgetragen. Auch das ursprüngliche Gehwegkonzept wurde geändert. Erst war angedacht gewesen, nur die Fahrbahn zu erneuern und die Randsteine größtenteils drin zu lassen. Es sollte nur „geflickt“ und stellenweise die Randsteine angeschnitten werden.

Gehweg neu gemacht

Nun wurden aber im Gehwegbereich Vorbereitungsmaßnahmen für den Breitbandausbau durchgeführt. „Da machte das ursprüngliche Konzept keinen Sinn mehr und der gesamte Gehweg wurde neu gemacht“, ergänzt Michael Schneider vom gleichnamigen Bindlacher Ingenieurbüro.

Für einen späteren Glasfaseranschluss ins Haus wurden Leerrohre und sogenannte Speedpipes gelegt. Diese sind aber noch nicht nutzbar, sondern sollen, wenn der Ausbau kommt, an den potenziellen Betreiber vermietet oder verkauft werden.

Mehrkosten durch Breitbandmaßnahmen

Die Kosten der Baumaßnahme liegen bei 1,5 Millionen Euro, von denen die Stadt Creußen eine Million, das Staatliche Bauamt 500 000 Euro trägt. „Für die zusätzlichen Baumaßnahmen in Sachen Breitband kommen auf die Stadt noch rund 50 000 Euro zusätzlich zu“, so Wolfgang Slotta von der Bauverwaltung.

 

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