Start zum 1. April möglich Neuer Pächter für das Seehaus am Schneeberg in Aussicht

Das Seehaus am Schneeberg. Archivfoto: red

TRÖSTAU. Noch ist das Seehaus auf dem Seehügel im Schneebergmassiv geschlossen. Der bis dato letzte Pächter des beliebten Ausflugszieles am höchsten Berg Frankens ist im vergangenen Jahr ausgezogen und bewirtet nun die neue Gastronomie im sanierten Schloss Emtmannsberg. Beim Fichtelgebirgsverein (FGV), Besitzer des Gebäudes, ist man aber zuversichtlich, dass das Seehaus spätestens am 1. April wieder öffnet.

„Es melden sich immer wieder Interessenten“, berichtet Jörg Hacker auf Kurier-Anfrage. Der Geschäftsführer des Fichtelgebirgsvereins hat das Seehaus nach eigener Aussage in den vergangenen Wochen schon mit dem ein oder anderen potenziellen Pächter besichtigt. „Ich freue mich, dass es wirklich viele Bewerbungen gibt“, sagt er.

Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. Damit müssten sich die FGV-Gremien zu gegebener Zeit befassen, wenn feststeht, wer definitiv Interesse an einem Weiterbetrieb des Seehauses habe. Und noch könnten sich neue Bewerber beim Verein melden.

Mit dem Haus und der Gegend identifizieren

Es müsse nicht unbedingt gelernter Koch sein, wer das Seehaus pachten will. Aber das Objekt am Schneebergmassiv sei nicht zuletzt aufgrund seiner Größe besonders. Geschäftsführer Hacker sagt: „Das ist schon eine größere Gastronomie, die man nicht so einfach stemmen kann, wenn man das noch nie gemacht hat.“

Sprich: Der FGV sucht definitiv jemanden, der Erfahrung in der Gastronomie hat und weiß, auf was er sich einlässt. Und idealerweise sollte sich der neue Pächter auf Dauer mit der Gegend identifizieren und sich mit ihr auseinandersetzen. Wenn ein Wanderer vorbei kommt und nach dem Weg fragt, sollte der Wirt also nach einer Eingewöhnung wissen, welcher Weg im Fichtelgebirge wohin führt.

Das Seehaus gerade über die kalten Wintermonate einfach leer stehen zu lassen, das wäre irgendwann an die Bausubstanz gegangen, sagt Hacker. Daher hat der Verein eine Winterbetreuung auf die Beine gestellt. Mehrmals die Woche kommt jemand zum Seehaus und schaut nach dem Rechten, schaut, ob die Haustechnik noch in Schuss ist. „Aus ganz verschiedenen Ortsvereinen des Fichtelgebirgsvereins haben sich viele Leute gefunden, die das Haus regelmäßig kontrollieren“, berichtet Hacker.

Keine Wochenend-Bewirtschaftung durch Vereinsmitglieder

Als sich der zwischenzeitliche Leerstand abzeichnete, dachte man im Verein auch mal darüber nach, die Hütte durch Vereinsmitglieder im Wochenendbetrieb zu bewirtschaften – ähnlich wie es beispielsweise die FGV-Ortsgruppe Weidenberg mit der Gänskopfhütte macht. „Aber dafür ist das Seehaus einfach zu groß“, sagt Hacker.

Der FGV-Geschäftsführer berichtet auch von Problemen mit der Wasserversorgung im Hitzesommer 2018. Davon seien das Seehaus und die Kösseine betroffen gewesen. An beiden Standorten hätten die Brunnen nicht mehr genug Wasser geschüttet, um den Hüttenbetrieb zu gewährleisten. Zwischenzeitlich versorgte die Feuerwehr die Kösseine über eine Notleitung. „Das scheint aber alles behoben zu sein“, sagt Hacker.


Hinweis: In der ersten Version des Artikels war vom "Seehaus am Schneeberg" die Rede. Das Seehaus findet sich rund drei Kilometer vom Schneeberggipfel entfernt auf dem Seehügel im Schneebergmassiv. Die Ortsangabe ist korrigiert.

 

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