St. Georgen swingt auf der Seebühne

Nach dem plötzlichen Abschied kommt ein Neuanfang: St. Georgen swingt, das Festival, das in den vergangenen Jahren tausende Besucher auf den Brannaburger gezogen hat, soll wiederbelebt werden. Allerdings nicht in den Höfen des historischen Stadtteils, sondern auf der Seebühne der Wilhelminenaue. Das hat der Verein St. Georgen swingt am Montagabend bei einer außerordentlichen Versammlung beschlossen.

Die Überschrift macht ein bisschen Gänsehaut: Morituri te salutant steht über der Pressemitteilung, die Michael Birkhan, Pressesprecher des Vereins am Montagabend kurz vor 24 Uhr an den Kurier schickte. Die Todgeweihten grüßen dich also. Dabei ist es eher eine Wiederauferstehung. Denn: St. Georgen swingt soll weiterleben. Allerdings nicht in St. Georgen, sondern auf der Seebühne der Wilhelminenaue. Einen Termin, schreibt Birkhan, gibt es bereits: 13. und 14. Juli.

Im Dezember kam das Ende

Noch im Dezember 2017 hatte der "Verein seine Auflösung und somit das Ende dieser beliebten und etablierten Musikveranstaltung im Bayreuther Stadtteil St. Georgen eingeleitet. Da die komplexe Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Events von immer weniger Personen getragen werden musste und die schwere Überschaubarkeit des Festival-Geländes im Rahmen veränderter Sicherheits-Notwendigkeiten eher mehr als weniger Manpower bedurfte, wurde ausgerechnet im verflixten 7. Jahr ein Schlussstrich gezogen", schreibt Birkhan.

Motiviert durch die Resonanz zum Neuanfang

Allerdings sei man "motiviert und angespornt" durch die Resonanz der Öffentlichkeit "sowie der angebotenen Hilfe aus lokaler Wirtschaft und Politik" nach mehreren Treffen schließlich am Montagabend zu dem Schluss gekommen: es muss weitergehen. "So wurde über eine Neu-Ausrichtung des Musikprogramms nachgedacht, Organisatorisches überarbeitet und das gesamte Konzept auf den Prüfstand gestellt, auch mit der Überlegung, den Standort zu wechseln", schreibt Birkhan.

Sturm: "Großartig, dass es eine Neuauflage geben wird"

Cornelius Sturm, der Betreiber des Kulturkiosks in der Wilhelminenaue, sagt am Dienstagvormittag im Gespräch mit unserer Zeitung: "Ich finde es großartig, dass das Festival nicht sang- und klanglos verschwindet und dass es eine Neuauflage geben wird." Man könne natürlich "nicht das alte Festival einfach ersetzen, sondern den Schwung mitnehmen", sagt Sturm, um am neuen Ort, an der Seebühne ein neues Festival aufzubauen. "Die Wilhelminenaue eignet sich aus meiner Sicht dafür großartig", sagt Sturm.

Parallel arbeite er auch weiter an einem weiteren Seebühnen-Festival. "Dazu wird es bald weitere Informationen geben", sagt Sturm.

Hoffen auf Hilfe aller

Der Verein St. Georgen swingt, schreibt Birkhan, "hofft nunmehr auf all die hilfreichen Hände derer, die seit Dezember ihrer Betroffenheit Luft machten und ihre Unterstützung angeboten haben, um Bayreuths kulturelle Vielfalt zu stärken".

 

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