Spiegeln ohne Einschränkung

Steffen Wiemer kann weiterhin ambulante Untersuchungen in der Sana Klinik vornehmen.Foto: Archiv/Ralf Münch

Was war das für ein Kampf. Nicht alle Jahre wieder, aber alle zwei. Ein Kampf darum, an der Sana-Klinik in Pegnitz Magen- und Darmspiegelungen ambulant anbieten zu können. Letztlich willigte die Kassenärztliche Vereinigung dann doch immer ein, verlängerte die Frist. Wenn auch verbunden mit Einschränkungen. Dieses Hin und Her ist jetzt Vergangenheit - das Krankenhaus hat einen Arztsitz gekauft und ist damit alle Sorgen los.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayern hat dem Erwerb des halben gastroenterologischen Facharztsitzes von Dr. Bertram Schmack aus Bayreuth durch die Sana-Klinik Pegnitz zugestimmt, bestätigte Unternehmenssprecher Andreas Böhmer entsprechende Kurier-Informationen. Schmack, der seine Praxis mit einem Kollegen betrieben hat, geht in den Ruhestand, somit wurde dieser Sitz frei. Er werde nun in das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) am Sana-Standort in Pegnitz integriert und kann ab 1. Januar mit eben erfüllt werden, so Böhmer.

"Sind sehr glücklich"

Da kommt spürbar Freude auf: "Wir sind sehr glücklich, dass wir nach langen Bemühungen in dem Bieterverfahren den Zuspruch der KV sowie von Herrn Schmack bekommen haben."  Damit werde die gastroenterologische  Versorgung des südlichen Landkreises wieder in die Region zurückgeholt. Dr. Steffen Wiemer arbeitet auf diesem Sitz und, so Böhmer auf Nachfrage, auch weiterhin in der Klinik. Mit dem Kauf habe Sana den Antrag auf eine Verlängerung der gastroenterologischen Ermächtigung für Wiemer zurückgezogen - diese wäre demnächst ausgelaufen.

Leidvolle Geschichte

Damit hat eine vor allem für die Patienten aus der Region leidvolle Geschichte ein erfreuliches Ende zu verzeichnen. Sie begann schon vor Jahren unter dem früheren Chefarzt Dr. Friedrich Trump, der als Koryphäe auf dem Gebiet der Gastroenterologie galt. Der KV-Beschluss, ihm die Genehmigung für solche Untersuchungen zu streichen, löste einen Sturm der Entrüstung aus. Lokale Politiker schalteten sich ebenso ein wie Bundes- und Landtagsabgeordnete. Unterschriftenlisten in der Klinik wie bei den niedergelassenen Ärzten füllten sich schnell. Der Zulassungsausschuss der KV knickte ein, machte einen Rückzieher. 

Fallzahlen werden steigen

Wie auch in der Folgezeit. Denn die Ermächtigung wurde mit Auflagen verknüpft. Mit Blick auf die Fallzahlen, mit Blick auf den Sitz der einweisenden Hausärzte. "All diese Begrenzungen werden künftig entfallen", sagt Andreas Böhmer. Und somit sei auch wieder wieder einem deutlichen Anstieg an Patienten zu rechnen, die dieses Angebot wahrnehmen werden.

 

 

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