Sondereinflüsse KSB-Gewinn bricht ein

KSB muss einen Gewinneinbruch hinnehmen. Foto: red

FRANKENTHAL/PEGNITZ. Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB ist zwar im vergangenen Geschäftsjahr gewachsen, seine Prognosen hat er jedoch nicht erreicht. Vor allem brachen die Erträge regelrecht ein, was allerdings auch an Sondereinflüssen lag.

Die Entwicklung hat sich abgezeichnet. Spätestens seit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen warnt das Unternehmen aus dem pfälzischen Frankenthal, das auch in Pegnitz einen großen Standort betreibt, dass wegen Sonderabschreibungen und Währungseinflüssen die Zahlen für 2018 nicht wie erwartet ausfallen werden.

So vermeldete der Konzern bei der Bilanz-Pressekonferenz am Donnerstag zwar ein Plus beim Auftragseingang um 38,2 Millionen Euro auf 2,3 Milliarden Euro und ein Umsatzwachstum um 41 Millionen Euro auf 2,25 Milliarden Euro. Doch hätte das Wachstum ohne Währungseinflüsse mit einem Plus von rund sechs Prozent mehr als dreimal so hoch und dann auch im Rahmen der Erwartungen gelegen. Probleme bereiteten laut Geschäftsbericht vor allem die Entwicklungen der indischen Rupie, des brasilianischen Real und des argentinischen Peso.

Sonderabschreibungen

Der operative Gewinn (Ebit) lag mit 74,7 Millionen Euro deutlich unter dem des Vorjahres (116,4 Millionen). Das Ergebnis nach Ertragssteuern sank sogar um mehr als die Hälfte von 52,1 auf 23,9 Millionen Euro. Hier hätten sich die bereits zum Halbjahr angekündigten Rückstellungen für ein Großprojekt in Großbritannien sowie Sonderabschreibungen negativ ausgewirkt. Man habe aber auch auf die aktuellen politischen Rahmenbedingungen im Geschäft mit dem Iran reagiert. Demgegenüber habe sich die Einigung auf eine Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung einmalig positiv auf die Bilanz ausgewirkt.

Enttäuscht

„Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit dem Geschäftsjahr zufrieden, denn ohne die Währungseinflüsse hätten Auftragseingang und Umsatz unseren Prognosen entsprochen. Selbstverständlich sind wir vom wirtschaftlichen Ergebnis enttäuscht. Mit den genannten Korrekturmaßnahmen sowie mit unserem eingeleiteten Struktur- und Wachstumsprogramm werden wir die Weichen auf langfristiges profitables Wachstum stellen“, sagte Stephan Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung.

Pumpen größtes Segment

Alle Regionen hätten zum Wachstum beigetragen. Am besten lief es in Asien und Europa, während es in Südamerika die größten Probleme gab. Beim Auftragseingang lieferten die Pumpen mit 1,51 Milliarden Euro den Löwenanteil. Das Segment Armaturen trug 355,6 Millionen Euro bei. Im Segment Service, das künftig unter der Marke KSB SupremeServ deutlich mehr Gewicht bekommen soll, betrug der Auftragseingang 441,7 Millionen Euro.

Mehr Mitarbeiter

Zugelegt hat die Zahl der KSB-Mitarbeiter. Weltweit waren es zum Jahresende 2018 exakt 15.713 (Vorjahr: 15.445). Auch in Pegnitz wurde aufgestockt: Die Belegschaft stieg hier von 1575 auf 1615, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

Es soll wieder besser laufen

Für das laufende Geschäftsjahr ist das Management wieder zuversichtlicher. Laut Geschäftsbericht soll der Auftragseingang auf 2,35 bis 2,5 und der Umsatz auf 2,3 bis 2,45 Milliarden Euro steigen. Der operative Gewinn (Ebit) soll die Spanne von 95 bis 115 Millionen Euro erreichen.

 

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