Six Pack "Ideen und Quatsch für zehn Shows"

BAYREUTH. Six Pack hat einen Neuen: Markus Lohmüller rückt für Andy Sack in die A-cappella-Band nach. Wir sprachen mit dem schauspiel- und musicalerfahrenen Neu-Six-Packer über Spione, Staubsauger und Premierenbammel.

Six Pack und Markus Lohmüller – wie sind die beiden zusammengekommen?

Markus Lohmüller: Das war ein lustiger Zufall, an dem Facebook nicht unschuldig war. Six Pack hatte gepostet, dass sie jemanden suchen. Und eine Musical-Freundin hat mich markiert: „Markus Lohmüller?“ Dann hat noch ein anderer Kollege druntergeschrieben, Klaus Meile: „Kann ich mir gut vorstellen. Aber ist er denn Tenor?“ Ja, ich gehe als Tenor durch, schrieb ich, aber das wird eher nichts. Ich habe ja schon einen Beruf. Und ich dachte, Six Pack macht das professionell, und das wollte ich so nicht machen. Doch dann sagte mein Bekannter, Six Pack macht das auch nur nebenbei, ich stelle gern einen Kontakt her. Ich hab dann bald mit Lars Kienle (von Six Pack, Anm. der Red.) telefoniert, und das erste Telefonat hat anderthalb Stunden gedauert, und ich habe gemerkt, dass das wohl passen würde. Die sind so professionell wie nur möglich, machen das aber tatsächlich nebenbei.

Und demnächst sind Sie bei der Premiere des neuen Programms dabei. „Goldsinger“ heißt es. Verraten Sie uns, um was es geht?

Lohmüller: Das ist quasi eine Agentenshow. Die Idee war, möglichst viele Lieder von Agenten und Geheimdienst einzubauen...

...welche denn zum Beispiel?

Lohmüller: Da gibt es einfach eine Menge. Vom James-Bond-Film „Goldfinger“ etwa, von dem wir den Titel für unsern „Agentenbrüller“ abgeleitet haben, Miss Marple, der Dritte Mann und noch vieles, vieles mehr. Also breiten wir ein ganz breites Spektrum für ein möglichst breites Publikum aus.

Wahnsinnig viel Kreativität im Raum

In einem Programm, das nicht nur aus a cappella besteht. Wie läuft das eigentlich bei Six Pack? Gibt es einen Gagschreiber, oder entsteht das Programm gemeinschaftlich?

Lohmüller: Das ist tatsächlich spannend. Wir haben uns den Luxus gegönnt und uns eine Woche lang in Heiligenstadt in ein Hotel eingesperrt, um möglichst wenig Ablenkung zu haben, die Leute von Six Pack, dazu Joe Greiner, Jonas Roßner und Roland Junghans. Wir haben so richtig auf der grünen Wiese angefangen, mit Brainstorming, Notizzettelchen an der Wand. Es war Wahnsinn, wie viel Kreativität im Raum war. Wir hatten Ideen und Quatsch für zehn Shows, das zu komprimieren, war schwierig, ist aber gelungen. Ich war skeptisch, auch weil jeder unterschiedlich ist. Aber das ist das Publikum ja auch. So hat jeder seinen Humor eingebracht. Da gibt es Gags, da würde ich verschämt auf den Boden starren (lacht), aber es gibt Leute, die finden das gut. Und andere Gags sind voll um die Ecke gedacht. Das macht eine Show aus, die breit aufgestellt sein will.

"Aufgeregt ist man immer"

Sixpack bezeichnet sich als Erfinder der A-cappella-Comedy. Fällt Ihnen die Umstellung schwer?

Lohmüller: Wir haben in Fürth mit unserem Ensemble Musicals für Firmen gestrickt. Das bei Six Pack ist vergleichbar. Wir mussten da auch eine Story erfinden. Einmal haben wir ein kleines Musical für das Jubiläum einer Staubsaugerfirma geschrieben. Da ging der Staubsaugervertreter von Haus zu Haus, fand seine große Liebe, und natürlich braucht die genau so ein Gerät von dieser Firma. Auch dadurch, dass ich öfter mit Heißmann und Rassau zusammen bin und dadurch, dass ich Theater mache, ist mir das nicht neu. Letztendlich ist Six Pack wie ein A-cappella-Musical. Okay, unser Tanz lässt zu wünschen übrig.

Sind Sie aufgeregt vor Ihrem SixPack-Debüt?

Lohmüller: Aufgeregt ist man hoffentlich vor jeder Premiere. Insgesamt haben es mir die Jungs sehr leicht gemacht, auch Andy Sack, an dessen Stelle jetzt ich singe. Die waren da, wenn ich Fragen hatte. Ich hatte immer das Gefühl, willkommen zu sein. Wenn ich fragte: Wie macht ihr das, korrigierten die mich gleich: Wie machen wir das. Du bist dabei, Punkt. Auch in Heiligenstadt hieß es, du bist ein Teil von uns. Ich war nie „der Neue“.


Info: Für den Tourneeauftakt am 22., 23. und 24. November in Bayreuth sind nur noch wenige Karten erhältlich. Wer leer ausgeht, sollte sich den Mai vormerken: Da spielt Six Pack erneut im Evangelischen Gemeindehaus.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading