Semesterstart Uni Bayreuth 13.800 Studenten in Bayreuth

Auf dem Uni-Campus in Bayreuth kann man sich wohlfühlen. Zum Wintersemester 2018/19 werden rund 13.800 Männer und Frauen an der Universität studieren. Foto: Andreas Harbach

BAYREUTH. Zum Start des Wintersemesters 2018/19 zeigt sich die Hochschulleitung in bester Laune. Schließlich erhielt die Universität Bayreuth erst kürzlich als einzige Uni in Bayern ein eigenes Exzellenz-Cluster in der Afrikaforschung. Und eine Reihe weiterer Großprojekte werden angepackt: das Batterieforschungszentrum Bay Batt, der Medizincampus Oberfranken, die siebte Fakultät in Kulmbach und ein Institut für Unternehmertum und Innovation.

Anfang Oktober waren 12.790 Studierende an der Universität eingeschrieben. Die Einschreibungsphase für das Wintersemester läuft derzeit noch. Zum Stichtag der amtlichen Statistik am 1. Dezember rechnet die Hochschulleitung mit ungefähr 3700 Erstsemestern und 13.800 Studierenden insgesamt.

Im Vergleich zum Vorjahr (13.400) ist dies ein leichter Zuwachs. Das bedeutet: "Wir haben attraktive Studienprogramme in Bayreuth", stellt Universitätspräsident Prof. Stefan Leible in der Jahrespressekonferenz fest. "Aber es ist nicht unser Ziel, weiter zu wachsen." Denn die Universität will ihren Status, als kleine, aber feine Uni mit hochkarätigen Schwerpunkten bewahren.

Neue Studiengänge im Angebot

Ihr Studienangebot entwickelt sie dennoch kontinuierlich weiter: Im aktuellen Semester starten einige neue Studiengänge, die Vizepräsident Prof. Martin Huber vorstellte. Das sind die drei Bachelor-Studiengänge Recht und Wirtschaft, Umwelt- und Ressourcentechnologie, Berufliche Bildung mit Fachrichtung Elektrotechnik sowie der Master-Studiengang Informatik. Für 2019/20 sind Studiengänge in Elektrotechnik und Informationssystemtechnik, Computerwissenschaften, Geschichte und Oper geplant.

Rund ein Drittel der Studenten und Studentinnen kommt aus Oberfranken und der Oberpfalz und 25 Prozent aus dem übrigen Bayern. Ein weiteres Drittel stammt aus dem restlichen Bundesgebiet. Neun Prozent der Studierenden sind aus dem Ausland, der Großteil davon aus China. Internationalisierung ist ein wichtiges Ziel der Hochschulleitung, wie Leible unterstrich: "Unser Campus wird internationaler, weil auch Forschung international ist." Bereits jetzt werden 20 fremdsprachige Studiengänge angeboten.

Auslandsbeziehungen werden gestärkt

Während bereits seit 2016 Beziehungen zum chinesischen Shanghai bestehen, baute die Universität 2018 eine strategische Partnerschaft mit dem australischen Melbourne auf. Im nächsten Jahr soll Bordeaux in Frankreich dazukommen sowie 2020 Boston an der amerikanischen Ostküste, erläuterte Vizepräsident Thomas Scheibel. Mit Kolumbien in Lateinamerika und Israel wird die Zusammenarbeit ebenso ausgebaut. Die internationale Sommer-Universität lockt jährlich viele ausländische Studierende nach Oberfranken. Bei allem gehe es darum, "Top-Leute" für Bayreuth zu begeistern, so Leible. "Wir bemühen uns, die guten Leute nach Bayreuth zu holen und möglichst hierzubehalten."

Für das neue Afrika-Cluster werden vier neue Partner auf dem Kontinent gesucht. Mehrere Forschungsprojekte sollen im Zuge dessen angestoßen werden, zum Beispiel über Bildung, Kunst und Mobilität. Vier bis sieben Millionen Euro fließen dafür jährlich in den kommenden sieben Jahren nach Bayreuth. Für die Universität sei das Exzellenz-Cluster "ein sensationeller Erfolg", weil sie als einzige kleinere Uni in Bayern ein Einzel-Cluster erhalten habe. Daher herrsche in der Afrikaforschung momentan "eine Gründerstimmung". Damit sei etwas ganz Neues gewonnen worden, "ein revolutionärer Schritt", der den Standort verändern werde.

Suche nach weiteren Flächen

Für das neue Institut für Unternehmertum werden vier weitere Professuren besetzt. Dafür wird ein neues Gebäude gegenüber dem regionalen Innovationszentrum geplant. Um den Medizincampus mit dem Klinikum Bayreuth und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen zu verwirklichen, soll es zehn flankierenden Profilprofessuren und ein Forschungsgebäude auf dem Campus in Bayreuth geben. Auch in Kulmbach werden Flächen für den Neubau von Gebäuden und Räume für Wissenschaftler und Studenten gesucht. Im Oktober 2020 sollen dort der Studienbetrieb losgehen.

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