Seit Jahren gehen die Planungen nicht voran, Schuld soll ein Bodengutachten sein Bodengutachten: Edeka soll größer werden

Seit Jahren gehen die Ausbaupläne des Eckersdorfer Edekamarktes nicht voran. Jetzt heißt es: ausgebaut werden soll spätestens Anfang 2018. Foto: Ronald Wittek

Eigentlich hätte es längst soweit sein sollen. Im Jahr 2015 sollte der Ausbau des Edeka-Marktes in der Talstraße starten. Passiert ist bis heute nichts. Jetzt sagt Hans-Peter Schneider, Chef der Supermarktkette Schneider, zu der auch die Eckersdorfer Edekafiliale gehört: Los geht’s Ende 2017, vielleicht Anfang 2018. Und Schneider erklärt auch, warum das alles so lange dauert.

Schuld ist der Boden, sagt Schneider. Dort, wo heute der Eckersdorfer Edekamarkt, der Recyclinghof und das Zeltdach stehen, waren früher ein Hang und ein Bachlauf. Später wurde die Fläche aufgeschüttet. „Noch heute verlaufen dort unter dem Boden alle unsere Abwasserkanäle zusammen“, sagt der Eckersdorfer Verwaltungsleiter Bernhard Brosig. Schon 2013, als Schneider erstmals mit einem Ausbau der Ladens von 850 auf 1500 Quadratmeter liebäugelte, habe man ihn wissen lassen: Ob der Boden überall fest genug für eine Bebauung ist, muss geklärt werden. Das sei erst jetzt geschehen, sagt Schneider. Mit dem Ergebnis, dass der Boden hält. Und weil man sich mittlerweile im Klaren darüber sei, dass der Laden in Richtung des Eckersdorfer Recyclinghofs vergrößert werden soll, habe man den Boden dort auch gleich auf gefährliche Rückstände getestet. Gefunden habe man nichts.

Schneider: "Werden neu angreifen"

Jetzt sagt Schneider, man werde „auf jeden Fall neu angreifen“. Schneider spricht von zwei Möglichkeiten: einem reinen Um- und Anbau oder einem Teilabriss und Neubau. Und Schneider sagt auch: „Eine kurze Schließung des Marktes wird sich nicht ausschließen lassen.“

Immer vorausgesetzt, dass der Gemeinderat mitspielt. Der hat den Ausbauplänen zwar schon vor Jahren seine Zustimmung signalisiert, auf einen Antrag zur Änderung des Bebauungsplans warte man seitdem aber vergebens, sagt Brosig. Deshalb habe man auch den dann nötigen Umzug des Recyclinghofs nicht weiter geplant. Zuletzt zeichnete sich mit einem Grundstück an der Hohen Straße ein Favorit ab.

Wie die Betreiber von Pizzeria und Bowlingbahn, die beide mittlerweile verschwunden sind, damals auf die Ausbaupläne reagierten, lesen Sie hier.

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