Schon wieder auswärts Medi zum Angstgegner Ludwigsburg

Auf beiden Seiten gab es im Vergleich zur Vorsaison viele Veränderungen, zum Duell zwischen De’Mon Brooks (rechts) und Adam Waleskowski wird es aber auch am Sonntag in Ludwigsburg kommen. Foto: Peter Mularczyk

BASKETBALL. Der Reisestress für Medi Bayreuth geht noch etwas weiter. Nach den Spielen in Bamberg und München sowie der über zwölfstündigen Reise nach Patras wartet in der Bundesliga am Sonntag um 15 Uhr bei den Riesen Ludwigsburg die vierte Auswärtspartie binnen elf Tagen auf die Mannschaft von Trainer Raoul Korner.

 

„Ich hoffe nicht, dass es zu sehr an die Substanz geht und am Ende entscheidend sein wird“, sagt der 44-Jährige vor dem nächsten wichtigen Duell zwischen seinem an sechster Stelle stehenden Team und den mit einem Sieg weniger auf dem letzten Playoff-Platz liegenden Gastgebern.

Zwar waren die Ludwigsburger auch am Mittwoch in der Champions League im Einsatz, hatten aber eine Heimbegegnung. Dabei zeigten sie beim 68:73 gegen Le Mans eine Reaktion auf die schwache Leistung zuvor in Bonn, wo sie jegliche Physis vermissen ließen und mit 62:86 die sechste Niederlage der Saison kassierten. „Das passiert normalerweise nicht mehr, wenn du einmal so eine Partie hattest. Ich denke, sie haben sich wieder anständig präsentiert. Das Ergebnis war gewohnt niedrig, das Spiel offensichtlich hart umkämpft“, erwartet Korner alles andere als einen Spaziergang. Soll heißen, dass sich die Bayreuther auf eine ähnlich aggressive Verteidigung wie in Patras einstellen müssen.

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In der Bundesliga gestatten die Riesen ihren Gegnern im Schnitt nur etwas mehr als 79 Punkte, halten deren Trefferquote bei knapp über 40 Prozent und zwingen sie zu fast 14 Ballverlusten. So gewannen sie in der vergangenen Saison sechs der sieben Spiele gegen das Medi-Team und hielten im ersten Vergleich die damals beste Offensive sogar bei lediglich 47 Zählern. Nur das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League konnten die Bayreuther in Ludwigsburg mit 86:81 für sich entschieden, scheiterten aber ebenso an den Schwaben wie in der ersten Runde der BBL-Playoffs. „Das zählt alles nicht mehr. Auf beiden Seiten steht ein anderes Team.“

Etliche Veränderungen während der Saison

Bei den Ludwigsburgern gab es auch während der Saison noch etliche Veränderungen im Kader, eine weitere könnte demnächst anstehen. Denn wie der Klub bekannt gab, würde er gerne Marcos Knight unter Vertrag nehmen und mit der vierten Nachverpflichtung seine Personalplanungen abschließen. Wann und ob die Verpflichtung des ehemaligen Jenaer Aufbauspielers überhaupt zustande kommen kann, steht jedoch in den Sternen, weil es noch offene Fragen mit seinem bisherigen Arbeitgeber gibt. Auch der Ex-Bremerhavener Tyrus McGee ist von den wirtschaftlichen Problemen beim türkischen Erstligisten Afyon Belediyespor betroffen. Von Knight könnte bei den Riesen mehr Entlastung für den nur 1,68 Meter großen Wirbelwind Jordon Crawford kommen.

"Zu viele Fehler am defensiven Ende"

Die Bayreuther stehen indes vor der angesichts der Umstände schweren Aufgabe, den als Martin-Vertreter verpflichteten Eric Mika so schnell wie möglich zu integrieren. Der Center könnte in Ludwigsburg gut gebraucht werden, sind die Hausherren doch das beste Rebound-Team der Liga und kompensieren damit zumindest etwas die zweitschwächste Feldwurfquote (bei den meisten Versuchen). „Es ist schwer zu sagen, ob er uns nach zwei Trainings schon helfen können wird. Wenn es hart auf hart kommt, werde ich der Truppe vertrauen, die Bamberg geschlagen und München an den Rand einer Niederlage gebracht hat. Wir müssen ordentlich zupacken, es wird nicht einfach.“ Zwar gewann das Medi-Team auch in Patras das Rebound-Duell, leistete sich aber „zu viele Fehler am defensiven Ende. Auch offensiv waren wir nicht so konsequent wie in den letzten beiden Spielen. Dann reicht es eben nicht“.

 

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