Saubere Innenstadt Neujahr: Der Rest vom Schützenfest

BAYREUTH. Vom rauschenden Fest sieht man um 10 Uhr nichts mehr. Die Innenstadt ist frisch geputzt am Neujahrsmorgen. Hunderte Feuerwerks-Batterien, ungezählte Böller, Verpackungen und Scherben von Flaschen: weg. Aufgeräumt von den Mitarbeitern des Stadtbauhofs, die kehren, sammeln, wegschaufeln, während ganz Bayreuth dem ersten Tag des Jahres entgegen schlummert.

Der Pritschenwagen mit dem gelben Blinklicht rollt vom Neuen Schloss Richtung Sternplatz. Immer wieder bleibt Jörg Lenz stehen, steigt aus, schnappt sich eine Böller-Batterie oder andere größere Reste vom Silvester-Schützenfest, wirft sie auf die Ladefläche, wo sich der Müll der Nacht schon türmt. „Die Kollegen haben das alles schon vom Rand Richtung Mitte gekehrt“, sagt Lenz. Er sammelt die sperrigen Gegenstände von der Straße, den Rest macht Fabian Wagner mit der Kehrmaschine. Schon um 7 Uhr haben sich die zwölf Mitarbeiter des Stadtbauhofs weit durch die Innenstadt gearbeitet. Nach einer Stunde Einsatz.

Etwas weniger als sonst muss weggeräumt werden

„Ich diesem Jahr ist es nicht so viel wie sonst“, sagt der Kanalmeister Klaus Kohlmann, der zum Jahreswechsel 2018/2019 „der Bereitschaftshabende ist“, wie er sagt. Einer von sechs, die im wöchentlichen Wechsel den Hut auf und das Bereitschaftshandy in der Tasche haben. „Ich komme gerade aus der Bahnhofstraße, da liegt sonst immer links und rechts sehr viel. In diesem Jahr ist dort kaum etwas.“ Dafür gibt es am Markt, am Sternplatz, am La-Spezia-Platz und in der Alexanderstraße – „und diesmal vor dem ehemaligen C & A-Gebäude, das verlagert sich immer etwas“, wie Kohlmann sagt – viel zu tun für Jörg Lenz, Klaus Weidenhammer, Klaus Dörner und ihre Kollegen, die ebenfalls mit Besen und Wagen unterwegs sind. Die das Feld frei machen für Fabian Wagner und die kleine Kehrmaschine. „Mit der kommen wir überall hin, deshalb nehmen wir die kleine“, sagt Kohlmann. „Locker ein Kubikmeter Abfall“ passt in die Kehrmaschine, die Karton-Reste, Böller, Scherben aus dem Pflaster saugt, fast die doppelte Menge auf die beiden Pritschenwagen, die im Einsatz sind – und schon nach kurzer Zeit zum ersten Mal zum Leeren in den Stadtbauhof müssen. Bis gegen 10 Uhr, wenn die Stadt wieder besenrein ist, „weil um die Zeit normalerweise die ersten Leute unterwegs sind, und da soll das Stadtbild ja passen“, wie Kohlmann sagt, kommen rund acht Kubikmeter Silvester-Reste zusammen. „Ein bisschen weniger als vergangenes Jahr.“

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Routine mit Verzicht

Der Jahresstart mit Frühdienst ist für Kohlmann und die Kollegen inzwischen „eigentlich fast schon Routine“, wie er sagt. Routine, für die die Männer vom Bauhof Verzicht üben. „Nicht einmal ein Gläschen Sekt zum Anstoßen“, sagt er. „Wenn ich Dienst habe, gibt es ein Silvester ohne Alkohol, da bin ich konsequent.“ Es sei ja nicht nur die Beseitigung der Silvester-Reste. Es könne ja auch mal ein Rohrbruch oder ein Unfall dazwischen kommen, dann muss die Bereitschaft raus, muss Schilder aufstellen, mit Polizei und Rettungsdienst zusammenarbeiten.

In den kommenden Tagen wird der Radius ausgedehnt

Früher, sagt Kohlmann, haben die Mitarbeiter des Bauhofs schon um 5 Uhr angefangen, die Stadt für den Neujahrstag klar zu machen, „wegen des Radaus, weil die Leute ja schlafen wollen“ habe man den Beginn um eine Stunde nach hinten verschoben. Außerdem seien um 5 Uhr noch mehr Leute unterwegs als um 6 Uhr, „auch Betrunkene, da ist es schon vorgekommen, dass man angepöbelt wurde. Aber zum größten Teil sind die Leute schon freundlich.“ Wenn die Innenstadt sauber ist, ist die Aktion Feuerwerk für den Stadtbauhof noch nicht zu Ende. „Den Rest machen wir dann in den kommenden Tagen“, sagt Kohlmann.

 

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