Rinder aus Oberfranken in die Türkei

Foto: Marcus Führer/dpa-Archiv

Der Rinderzuchtverband Oberfranken hat im zurückliegenden Wirtschaftsjahr seinen Umsatz von 18,2 auf 18,9 Millionen Euro gesteigert. Die Zahl der vermarkteten Tiere war von 32.600 auf 32.799 angestiegen. Diese Zahlen hat der Vorsitzende Georg Hollfelder am Mittwoch bei der Jahresversammlung der Kreiszuchtgenossenschaft und des Milcherzeugerrings Bayreuth genannt. Das Wirtschaftsjahr endet bei den Rinderzüchtern am 30. September.

Der Vorsitzende des Rinderzuchtverbandes (RZV), Hollfelder, sprach von einem beachtenswerten Niveau. Die Zahlen stützten sich vor allem auf den Export, wobei die Türkei ganz vorne liege. Auch der Export nach Russland soll wieder verstärkt angegangen werden, zumal Zuchttiere nicht unter das Embargo fallen.

Weniger Betriebe

Insgesamt ist sowohl die Zahl der rinderhaltenden Betriebe als auch die Zahl der Tiere im vergangenen Jahr zurückgegangen. Nach den Zahlen von Zuchtleiter Markus Schricker gab es in Oberfranken zuletzt 1361 Mitgliedsbetriebe mit zusammen 71.201 Tieren. Das seien 63 Mitgliedsbetriebe und 204 Kühe weniger als noch im Jahr zuvor. Dies entspreche dem durchschnittlichen Rückgang der vergangenen Jahre in Höhe von jeweils um die fünf Prozent, sagte Schricker. Auch Stadt und Landkreis Bayreuth lägen dabei mit aktuell 339 Mitgliedsbetrieben und zusammen 19.532 Tieren im Trend. Die Zahl der Betriebe war dabei im Bayreuther Land um 18, die Zahl der Tiere um acht zurückgegangen.

Ära Hans Engelbrecht zu Ende - Christiane Böhm übernimmt

Mit dem Verzicht auf eine erneute Kandidatur von Hans Engelbrecht als Vorsitzenden ist bei der Kreiszuchtgenossenschaft eine Ära zu Ende gegangen. Engelbrecht stand 21 Jahre lang an der Spitze des Zusammenschlusses. Zur Nachfolgerin wählten die Mitglieder ohne Gegenstimme Christiane Böhm aus Neuhaus bei Aufseß. Engelbrecht sprach von einer interessanten Zeit mit vielen Höhen und Tiefen. Er habe in den 21 Jahren viele Bauvorhaben mit begleiten und wichtige Entscheidungen treffen können.

2018 wird schwieriges Jahr

Auf ein schwieriges Jahr mit großen Herausforderungen hat BBV-Kreisobmann Karl Lappe bei der Versammlung seine Berufskollegen eingeschworen. 2017 hätten sich die meisten Märkte auf dem Zenit befunden, 2018 würden die Absatzwege schwieriger. Im Bereich Milch und Fleisch würden die Bauern deutlich unter dem Russlandembargo leiden. „Wir hoffen, dass der Welthandel wieder anspringt; denn jeder einzelne zahlt die Zeche“, so Lappe. Er appellierte an die Bauern, sich darauf einzustellen, dass die Preise ab dem Frühsommer rückläufig sein werden.

Sechs Betriebe ausgezeichnet

Ausgezeichnet wurden bei der Versammlung die folgenden sechs Betriebe mit den besten Jahresleistungen: Erna Eckert aus Funkendorf, Holger Popp aus Zettlitz, Udo Meister aus Brüderes, Jürgen Raab aus Lessau, Rudolf Opitz aus Kirmsees und Franz Schmidmair aus Bernheck.

Höhepunkt des kommenden Jahres wird die große Verbandstierschau zum 120-jährigen Bestehen des Rinderzuchtverbandes Oberfranken am Sonntag, 18. März in der Tierzuchthalle in Bayreuth sein.

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