Rimpar II bei Haspo Schon wieder gegen ein Spitzenteam

Ein besonders wachsames Auge wird die Haspo-Deckung auf den Rimparer Kreisläufer Nicolas Gräsl (rotes Trikot) haben müssen. Der kehrte von HC Erlangen II zurück und hat bereits 72 Treffer erzielt. Foto: Imago

HANDBALL. Sieben Spieltage vor dem Saisonfinale in der Herren-Bayernliga und eine Woche nach der knappen und bitteren 22:23-Auswärtsniederlage beim TSV Friedberg (3.) bekommt es Haspo Bayreuth (6.) am Samstag um 19.30 Uhr vor heimischer Kulisse erneut mit einer Spitzenmannschaft zu tun. Dann ist die junge, hoch talentierte Zweitligareserve der DJK Rimpar II (4.) Gast im Schulzentrum Ost, gegen die es bereits im Hinspiel eine jederzeit spannende und ausgeglichene Partie gab.

In der unterfränkischen Kleinstadt in der Nähe von Würzburg nahm die Mannschaft der beiden Trainer Michael Werner und Marc Brückner in letzter Sekunde noch ein heiß umkämpftes 24:24-Unentschieden mit, wobei die Bayreuther 89 Sekunden vor dem Ende noch mit 22:24 zurücklagen. „Bereits in den Jahren zuvor war Rimpar immer ein recht unangenehmer Gegner“, erinnert sich Brückner. „Die Rimparer sind ähnlich jung aufgestellt wie wir und wollen ihre Talente in dieser zweiten Mannschaft an das hohe Niveau in der Zweiten Bundesliga heranführen.“

Das gelingt den Verantwortlichen der Gäste auch immer wieder sehr gut. Erst nach der vergangenen Saison schaffte es mit Philipp Meyer wieder ein eigenes Nachwuchstalent über den Umweg Bayernliga in den Stammkader der ersten Rimparer Mannschaft, nachdem ein Jahr zuvor bereits Rückraumlinks Lukas Siegler hochgezogen worden war. Unmittelbar vor diesem bemerkenswerten Sprung steht auch Felix Karle. Der noch 18-jährige Rechtsaußen kommt schon vereinzelt in Zweitligaspielen zum Einsatz und gehört zu den absoluten Leistungsträger der zweiten Mannschaft. Im Hinspiel war Karle mit fünf Treffern von Rückraumrechts steter Unruheherd im Rimparer Spiel und wird in der Bayernliga-Torschützenliste nur folgerichtig mit schon starken 116 Treffern auf Rang zwei geführt. Ebenfalls gut eingeschlagen ist in dieser Saison Rückraumspieler Max Wirth. Der Ex-Heidingsfelder erzielte auch schon 81 Saisontore und schafft mit seiner zusätzlichen Torgefahr aus dem Rückraum mehr Räume für Kreisläufer-Rückkehrer Nicolas Gräsl (letzte Saison beim HC Erlangen II), der auch schon 72 Tore erzielen konnte.

Nach der überraschend starken Hinrunde läuft es seit Rückrundenstart jedoch nicht wirklich rund. Mühevoll erledigte die DJK ihre Pflichtaufgaben zuhause gegen die abgeschlagenen Teams aus Eichenau (25:23) sowie Würm-Mitte (31:27) und musste sich zuletzt nach der Niederlage im Derby beim TSV Lohr (25:28) sogar vor heimischer Kulisse gegen den arg dezimierten Abstiegskandidaten TSV Rothenburg (12.) mit 27:28 geschlagen geben.

„Ich werde mir angesichts unserer derzeit schwachen Phase sicherlich kein Urteil über irgendeinen Gegner erlauben“, wird Haspo-Trainer Werner deutlich. „Wir haben derzeit so viele eigene Schwierigkeiten zu lösen, dass uns die gegnerischen Probleme ganz sicher nichts angehen. Man muss aber auch sagen, dass wir gegen Friedberg zuletzt 45 Minuten wirklich guten Handball gespielt haben. Das reicht im Spitzenfeld der Bayernliga jedoch nicht und wird auch gegen Rimpar nicht reichen. Daher wollen wir an unsere Leistung anknüpfen und diese dann auch über die gesamte Spielzeit durchziehen.“

Neben den bekannten Langzeitverletzten wird das Haspo-Trainerduo möglicherweise auch auf Rückraumspieler Stefan Wopperer verzichten müssen, dessen Einsatz gegen Friedberg wahrscheinlich etwas zu früh kam. Dafür wird mit Wolfgang Schönfeld ein absoluter Leistungsträger aus der zweiten Mannschaft in den Kader aufrücken.

Haspo-Damen erwarten den Spitzenreiter

Damen-Bayernligist Haspo Bayreuth (7.) hat in der Rückrunde bisher nur vor heimischer Kulisse punkten können und will nun am Samstag um 17.30 Uhr vor allem die jüngste 25:32-Auswärtsschlappe beim TSV Ismaning vergessen machen. Dann wird jedoch mit dem ASV Dachau der Spitzenreiter der Bayernliga im Schulzentrum Ost zu Gast sein, was das Unterfangen für die Mannschaft von Trainer Matthias Starz sicherlich extrem erschweren wird.

„Natürlich sind wir gegen Dachau der krasse Außenseiter“, gibt Matthias Starz unumwunden zu, ergänzt aber auch: „Mit einer ähnlich guten Leistung wie im letzten Heimspiel gegen den HSV Bergtheim können wir aber auch den großen Meisterschaftsfavoriten ASV Dachau ärgern.“

Während die Dachauerinnen in der Hinrunde noch verlustpunktfrei durch die Liga stürmten und auch Haspo Bayreuth im Hinspiel noch deutlich mit 30:21 in die Schranken weisen konnten, musste die Mannschaft von ASV-Trainer Bernd Dreckmann in der Rückrunde bereits zwei Auswärtsniederlagen beim direkten Konkurrenten HG Zirndorf (23:24) und überraschend auch beim Aufsteiger MTV Stadeln (16:21) hinnehmen.

Trotzdem gelten die Oberbayerinnen auch weiterhin als der große Meisterschaftsfavorit und haben aktuell immerhin immer noch beruhigende sechs Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierte HG Zirndorf. „Der ASV hat individuell sehr gute Spielerinnen in seinen Reihen, ist aber zugleich auch sehr gut eingespielt und funktioniert in schwierigen Spielsituationen als Mannschaft. Das macht eben ein echtes Spitzenteam dann aus“, analysiert Matthias Starz den Gast treffend. Insbesondere die ASV-Defensive überragt mit durchschnittlich weniger als 18 Gegentoren pro Spiel, und offensiv besitzt vor allem Franziska Niebert (92 Tore) eine enorme Durchschlagskraft, die jede gegnerische Abwehr vor große Probleme stellen kann.

„Am Samstag muss alles bei uns passen, wenn wir zwei Punkte gegen Dachau holen wollen. Wir haben uns aber in der Rückrunde vor heimischem Publikum bisher stark präsentiert und wollen auch gegen Dachau mit einer guten Leistung überzeugen“, zeigt sich Starz dennoch optimistisch.

 

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