Rettendes Ufer in Sicht Altstadt will Erfolgsserie gegen Augsburg II fortsetzen

Der Augsburger Trainer Dominik Reinhardt (rechts) und seine rechte Hand auf dem Spielfeld: Der mittlerweile 36-jährige Scheßlitzer Markus Feulner bringt die Erfahrung von 274 Erst- und Zweitligaspielen mit. Foto: Imago

FUSSBALL. Was man vor wenigen Wochen noch als ein Ding der Unmöglichkeit erachtet hätte, rückt am Samstag tatsächlich in den Bereich des Fassbaren: Mit einem Heimsieg um 14 Uhr gegen die nur drei Zähler mehr aufweisende Bundesliga-Reserve des FC Augsburg (12.) könnte die SpVgg Bayreuth (17.) – sollte die Konkurrenz dementsprechend mitspielen – auf das rettende Ufer der Regionalliga Bayern springen.

Der Altstädter Trainer Timo Rost will von derartigen Gedankenspielen aber überhaupt nichts wissen. „Wir sind auf einem guten Weg, aber dennoch sollten wir die Kirche schön im Dorf lassen.“ 7:1 Tore und sieben Punkte brachte sein Team in den letzten drei Partien zustande. „Und ich merke jeden Tag, dass die Mannschaft unsere neue Spielphilosophie immer mehr verinnerlicht.“

Die da lautet: Nach Ballgewinnen schnell umschalten, Torgelegenheiten erarbeiten – und hinten sicher stehen. „Das Team zieht richtig gut mit“, lobt der 40-Jährige seine Schützlinge. „Sie wissen, was sie zu tun haben und haben einen klaren Plan.“ Auch im athletischen Bereich haben die Spieler sich Stück für Stück verbessert. „Früher ging uns die Puste ab der 70. Minute aus, und mit individuellen Fehlern haben wir uns dann um den Lohn gebracht“, erinnert Rost in erster Linie an die Auftritte beim Spitzenreiter FC Bayern München II und beim SV Schalding-Heining, die beide unglücklich mit 1:2 verloren gingen. „Da waren wir eben bis zu dieser 70. Minute entweder auf Augenhöhe oder sogar das bessere Team. Freilich sind wir noch lange nicht soweit, aber das wird schon.“ Wie das Gastspiel beim Neuling Viktoria Aschaffenburg zeigte: Nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber zum 1:2 in Minute 68 befürchtete man schon Schlimmes, doch blieben die Altstädter in der Spur und machten in der 87. und 90. Minute durch Ivan Knezevic und Neuzugang Ilyass Mirroche den 4:1-Sieg perfekt, mit dem sie die Rote Laterne an den TSV 1860 Rosenheim abgaben.

Das nimmt Rost natürlich gerne zur Kenntnis. „Wir sind defensiv stabil und vor allem offensiv effizient aufgetreten. Die Punkte haben wir uns verdient.“ Doch sei ihm die Tabellensituation derzeit „völlig schnuppe“. „Wichtig ist für mich: Wie präsentiert sich mein Team – und dass wir kontinuierlich punkten.“ Dementsprechend schaut der Übungsleiter auch nicht auf den Gegner, „egal, gegen wen es geht“. „Und sollten die Augsburger wegen der Länderspielpause Spieler aus dem Bundesliga-Kader mitbringen, interessiert mich das auch nicht“, stellt Rost klar: „Wir müssen unsere Stärken auf den Platz bringen. Denn wir wollen das Niveau, das wir in den letzten Spielen erreicht haben, festigen und weiter ausbauen.“

Pechvogel Marco Rapp schuftet in der Reha

Personell können die Altstädter nahezu aus dem Vollen schöpfen. Wieder mit von der Partie ist Patrick Weimar, der seine drei Spiele dauernde Rotsperre abgesessen hat. Noch eine Woche pausieren muss indes der grippegeschwächte Darius Held. „In Buchbach könnte er wieder zum Kader gehören“, blickt Rost bereits auf die nächste Aufgabe am kommenden Freitagabend um 19 Uhr.

Und was macht Neuzugang und Hoffnungsträger Marco Rapp, der sich in seinem ersten Einsatz gleich einen Kreuzbandriss zuzog? „Er wurde von unserem Mannschaftsarzt Wolfgang Gruber erfolgreich operiert und schuftet in der Reha in Nürnberg und in Bayreuth für sein Comeback“, lässt Rost wissen. „Und vielleicht klappt es ja sogar, dass er in der Rückrunde wieder auflaufen kann.“

Die Fuggerstädter kommen mit der Empfehlung von bereits drei Auswärtssiegen ins Hans-Walter-Wild-Stadion. Zehn Zähler brachten sie in der Fremde zustande, genau doppelt so viele wie zu Hause. In den letzten sechs Partien verbuchte das Team von Trainer Dominik Reinhardt und dem ehemaligen Profi Markus Feulner (36) aus Scheßlitz (u.a. FC Bayern München, Borussia Dortmund, 1. FC Nürnberg) allerdings lediglich vier Punkte auf der Habenseite, zuletzt gab es ein 0:0 gegen den SV Schalding-Heining. „Ich erwarte ein enges Spiel, das alles von uns abverlangen wird“, sagt Trainer Reinhardt: „Wir wollen genauso auftreten wie gegen Schalding, uns aber dieses Mal belohnen. Gegen Schalding haben wir viele Chancen nicht genutzt. Das wollen wir besser machen und defensiv genauso gut stehen. Dann bin ich überzeugt davon, dass wir drei Punkte mitnehmen.“

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