Real-Sieg: Eins, zwei, drei, Ronaldo

Real Madrids Cristiano Ronaldo jubelt über sein Tor zum 1:0 im Halbfinale der Champions League gegen Atletico Madrid. Foto: Daniel Ochoa de Olza/AP/dpa

Der Weltfußballer war wieder einmal Weltklasse: Dank der Ein-Mann-Show von Cristiano Ronaldo lebt der Traum von Real Madrid: Die Mannschaft von CR7 und Toni Kroos will als erster Verein in der Geschichte der Champions League ihren Titel verteidigen.

Wer soll Real Madrid in dieser Top-Form noch stoppen? Die Mannschaft des überragenden Dreifach-Torschützen Cristiano Ronaldo und von Toni Kroos kann nach dem 3:0 (1:0) gegen den Stadtrivalen Atlético getrost fürs Champions-League-Finale planen. Im Rückspiel braucht die Mannschaft von Trainer Diego Simeone ein mittleres Fußballwunder, um die Königlichen auf dem erhofften Weg ins Endspiel und in Richtung Titelverteidigung noch zu überraschen.

Vor 77 609 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabéu traf Ronaldo für Spaniens Rekordmeister in der 10., 73. und 86. Minute. Damit machte CR7 bereits seinen 42. Dreierpack in der Königsklasse perfekt.

DER HELD: Cristiano Ronaldo trifft und trifft und trifft. Gegen die Bayern im Viertelfinale fünfmal, jetzt dreimal im Halbfinal-Hinspiel gegen Atlético. Der Weltfußballer aus Portugal erzielte die Tore 101, 102 und 103 in der Königsklasse - Atlético insgesamt kommt bisher auf 100 Treffer. «Ich muss die Mannschaft beglückwünschen, sie hat überragend gespielt - ich musste dann nur noch die drei Tore machen», sagte CR7- und warnte zugleich: «Wir sind noch nicht am Ziel, wir müssen konzentriert bleiben.»

DIE VERLIERER: Gegen Real kann Atlético im Europacup einfach nicht gewinnen - nun droht nach einer Machtdemonstration der Königlichen erneut das Aus. 2014 und 2016 musste sich die Mannschaft von Trainer Diego Simeone in ganz engen Endspielen geschlagen geben, 2015 scheiterte Atlético im Viertelfinale. Noch nie konnte der zehnmalige spanische Meister den Europacup der Landesmeister oder die Champions League gewinnen. Und nur ein einziges Mal überhaupt gegen Real im Europapokal: Am 7. Mai 1959 siegte Atlético im Halbfinale 1:0, verlor dann aber das notwendige Entscheidungsspiel 1:2 - und wieder einmal stand das große Real im Finale.

DER TAKTGEBER: Toni Kroos musste lachen. Metronom? Taktgeber? Regisseur? «In spanischen Medien haben sie da über mich schon viel erfunden - der Kellner zum Beispiel, weil ich ja oft serviere», sagte der Weltmeister in Diensten von Real Madrid im ZDF. Wie auch immer: Auf Kroos war wieder einmal Verlass, im Mittelfeld zog er als Antreiber und Passgeber die Fäden. «Ich denke, dass wir heute vom Trainer einen guten Plan mitbekommen und relativ schlau gespielt haben und nichts zugelassen haben», sagte der 27-Jährige. «Jeder weiß, dass ein Auswärtstor noch einmal sehr unangenehm sein kann.»

DER ERFOLGSTRAINER: «Ronaldo ist einzigartig!» Mehr musste Zinedine Zidane an diesem Abend im Bernabéu eigentlich gar nicht sagen. Doch der Trainer von Real Madrid vergaß nach dem 3:0 gegen Atlético auch die Mitspieler des überragenden CR7 nicht. «Die ganze Mannschaft hat hier einen tollen Auftritt gehabt. Wir waren von Anfang an extrem stark», sagte der Franzose, der gleich in seinem ersten Jahr (2016) die Champions League gewann. In dieser Saison könnte der 44-Jährige die Königlichen zur 33. Meisterschaft und zum erneuten Triumph in der Champions League führen.

dpa

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