Rasenmähen mit Ferrari

Auch im Kreuzsteinbad von Bayreuth ist ein Ferrari im Einsatz, ein Gianni-Ferrari. Für den Heinersreuther Bauhof wird er ebenfalls gekauft. Gegen die Stimmen der SPD. Foto: Archiv/Katharina Wojczenko

Die Sicherheit der Bauhofmitarbeiter hat Vorrang, und so darf es ein Ferrari sein, der in Heinersreuth Einzug hält. Ein Gianni-Ferrari. Gegen die Stimmen der SPD-Gemeinderäte werden ein Fendt-Schlepper mit Frontzapfwelle und ein Ferrari-Aufsitzmäher mit Kabine zum Gesamtpreis von 163 000 Euro angeschafft.

Mehrkosten zum ursprünglich veranschlagten: 20 000 Euro. Damit ist der Bauhof der Gemeinde für alles gerüstet, vom Schneeräumen im Winter bis zum Rasenmähen im Sommer. Bürgermeisterin Simone Kirschner: "Wir haben lang herum gerechnet."

Der bessere Schutz der Arbeiter war es schließlich, der den Ausschlag gab. Das Ferrari-Modell verfügt über eine Kabine, hat ein größeres Volumen und ist darüber hinaus leistungsstärker. Reiner Böhner, SPD, hält gegen: Die Beschädigung der Kabine sei vorprogrammiert, und damit seien die Mehrkosten nicht gerechtfertigt. Und Marion Fick, SPD, ergänzt: "Mit Kabine kann man nicht so nah an die Bäume heran mähen." Beim Testlauf habe ein Bauhofmitarbeiter nach dem Rasenmähen wie eine Pusteblume ausgesehen, ergänzt Alexander Knaus, CSU. Über und über voll mit Flusen. "Wir sparen da nicht am richtigen Platz", sagt er. Die SPD-Gemeinderäte bleiben auch nach kurzer Sitzungsunterbrechung und Beratung bei ihrer ablehnenden Haltung. Der Fendt-Schlepper mit Winterdienstausrüstung, der zusätzlich im Sommer für weitere Bereiche genutzt werden kann, sowie der Ferrari-Aufsitzmäher für den Sommerdienst werden neu angeschafft.

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