"Verrückte" ermöglichen Langlauf

Endlich langlaufen in der Ochsenkopfregion, dank den Machern vom Skiclub Neubau, die eine 800 Meter lange Strecke präpariert haben: Das nutzen auch Linda, Luisa, Melanie und Thorsten Sauermann. Foto: Andreas Harbach

Wenn der Schnee von oben fehlt, macht man ihn einfach selbst. Und feiert nebenbei noch Silvester. So haben es Ehrenamtliche des SC Neubau gemacht. Und damit erstmals in diesem Winter Langlaufen am Ochsenkopf möglich gemacht.

„Die erste gespurte Loipe mit 800 Metern Länge in der freien und der klassischen Technik am Sportzentrum Bleaml Alm ist eingerichtet“, meldete am Dienstag Florian Manske, Sportwart für Langlauf im Skiverband Oberfranken, „die Leistungs- und Freizeitsportler finden hier gute Bedingungen vor.“

Manske ging es nicht nur darum mitzuteilen, dass nun Langlauf am Ochsenkopf möglich ist. Sondern auch das Engagement der Ehrenamtlichen herausstreichen, sagte Manske auf Nachfrage: „Die haben unermüdlich versucht, etwas zustande zu bringen. Und haben nicht aufgegeben, wenn es Probleme gab.“

Kurzfristige Aktion

Verstärkt seit Silvester hat ein Kreis von Helfern des Skiclubs Neubau unter Führung von Johannes Schrader und Christian Kastner neben dem Neubauer Skihang die erste Langlaufloipe im Fichtelgebirge eingerichtet.

Seit Silvester? Schrader bestätigt: „Das war eine kurzfristige Aktion. Wir haben uns mit vier Familien getroffen, Silvester im Kampfrichterhaus gefeiert und dabei die Schneekanonen überwacht. Ein bisschen verrückt muss man schon sein, sonst funktioniert es nicht.“ Schon zuvor habe man versucht, kleinere Teilstücke zu präparieren, um Training auf Schnee zumindest im kleinen Rahmen zu ermöglichen, sagt Schrader, nun hat man eine 800 Meter lange Strecke auf einem Teil der Rollerbahn geschaffen.

Kaputte Pumpe, wenig Wasser, verregnete Weihnachten

Die Neubauer waren bisher in der Saison nicht gerade vom Glück verfolgt: Erst eine kaputte Pumpe für die Beschneiung, dann ein knappes Wasserangebot und ein verregnetes Weihnachten – die Herausforderung, eine Kunstschneeauflage herzuzaubern, war groß.

Die gute Zusammenarbeit der Neubauer mit dem Fichtelberger Bauhof, die kurzfristige Hilfe des Seilbahnzweckverbandes, der eine Pumpe zur Verfügung stellte, und viel unermüdliche Nachtarbeit des Teams brachten letztendlich das ersehnte Resultat: eine Trainingsrunde rund um die Biathlonanlage, sagt Sportwart Manske höchst zufrieden.

Möglichkeit zum Training vor der Haustür

„Schneekilometer sind für uns enorm wichtig, und jetzt können wir vor Ort trainieren und uns auf die anstehenden Saisonhöhepunkte vorbereiten“ , sagt Manske. Auch die Eltern der jungen Wintersportler des Fichtelgebirges seien begeistert, hatten doch in den letzten Wochen Trainingseinheiten auf Schnee in erster Linie in Hirschau oder an der Silberhütte bei Flossenbürg stattgefunden: „Ein Zwei-Stunden-Training wurde hier schnell zum Halbtagesausflug.“

„Nun profitieren alle“, resümiert Florian Manske, der Sportwart des SVO – „die Freizeitsportler, die Feriengäste und die Leistungssportler.“ Kombinierer, Biathleten und Langlaufsportler aus zehn verschiedenen Wintersportvereinen haben am Montagabend schon die ersten Runden unter Flutlicht gedreht, berichtet er.

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