Prognose Playoff-Rennen bleibt bis zum Ende offen

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte sich Medi Bayreuth (rechts De’Mon Brooks) mit den Löwen Braunschweig (links Christian Sengfelder), ehe der Heimsieg mit 78:77 feststand. Das könnte auch für das Rückspiel gelten, wenn es beim Saisonfinale womöglich noch für beide Mannschaften um die Playoff-Qualifikation geht. Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. Nach drei Niederlagen in Folge gegen schlechter platzierte Mannschaften und insgesamt nur drei Siegen aus den zurückliegenden 13 Bundesligaspielen ist es nachvollziehbar, dass Trainer Raoul Korner bei Medi Bayreuth derzeit keine Diskussionen mehr über Playoff-Chancen hören will. Aber trotz dieses stark negativen Trends ist ein Platz unter den besten Acht noch immer nicht unerreichbar, wie ein Blick auf das Programm der verbleibenden acht Spieltage zeigt.

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre erscheint ein positives Punktekonto in der Abschlusstabelle als realistische Voraussetzung für eine Playoff-Teilnahme. Dank des ziemlich dicht gedrängten Mittelfelds sind diese 36:32 Punkte noch immer für jedes der Teams auf den Plätzen sechs bis elf weder selbstverständlich noch unmöglich.

6. Bonn (30:22 Punkte)

Die Mannschaft mit der besten Ausgangsposition und der besten aktuellen Form (acht Siege in den letzten zehn Spielen) scheint das schwerste Programm zu haben. Den Heimvorteil, der bisher 20:8 Punkte eingebracht hat, haben die Bonner nur noch drei Mal, wobei der letzte ihrer Gäste ausgerechnet Meister Bayern München ist. Unter den fünf Auswärtsspielen erscheinen die Chancen am kommenden Samstag beim Abstiegskandidaten Bremerhaven am größten. Wenn dort der noch nötige dritte Sieg nicht gelingt, kann es danach überall schwierig werden.

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Restprogramm:Bremerhaven (Auswärtsspiel), Bayreuth (A), Frankfurt (Heimspiel), Braunschweig (A), Jena (H), Berlin (A), Würzburg (A), München (H); unser Tipp: drei Siege (fett gedruckt) = 36:26 Punkte.

7. Würzburg (30:24)

Mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen haben die Würzburger den größten Sprung nach vorn im Mittelfeld gemacht. Allerdings haben sie dabei auch viel Pulver verschossen, denn jetzt bleiben nur noch zwei Heimspiele übrig, und zwar gegen zwei besser platzierte Mannschaften. Dafür können sie zwar auswärts eine bessere Bilanz vorweisen als alle unmittelbaren Rivalen (14:10 Punkte), aber auch dort haben es die verbleibenden Gegner in sich. Medi Bayreuth ist das einzige Team im Würzburger Restprogramm, das aktuell nicht auf einem Playoff-Platz steht.

Restprogramm: Ulm (A), Oldenburg (A), Vechta (H), Bayreuth (A), Berlin (A), Bonn (H), Bamberg (A); unser Tipp: ein Sieg = 32:36 Punkte.

8. Ulm (28:24)

Der jüngste Sieg in Ludwigsburg hat die Position der Ulmer deutlich verbessert. Statt in einem punktgleichen Trio liegen sie nun allein auf dem begehrten achten Platz. Wenn sie ihre immer etwas schwankende Formkurve stabilisieren können, sollten in Crailsheim und Göttingen zwei Auswärtssiege möglich sein. Dann müssten trotz der nicht ganz leichten Aufgaben in heimischer Halle genug Punkte für das Saisonziel zusammenkommen.

Restprogramm:Würzburg (H), Crailsheim (A), Frankfurt (A), Oldenburg (H), Göttingen (A), Bayreuth (H), München (A), Vechta (H); unser Tipp: vier Siege = 36:32 Punkte.

9. Braunschweig (26:26)

Der ursprüngliche Außenseiter im Playoff-Rennen hat nun sogar eine der besten Perspektiven. Schließlich kann der Tabellenzwölfte der Vorsaison fünf seiner verbleibenden acht Spiele in heimischer Halle austragen, wo er bislang eine starke Bilanz von 18:6 Punkten vorweisen kann. Nach Gästen aus dem unteren Tabellendrittel (Göttingen, Bremerhaven) kommen an den letzten beiden Spieltagen noch die Frankfurter, für die dann wahrscheinlich nicht mehr viel auf dem Spiel steht – und schließlich die Bayreuther. Möglicherweise geht es dann noch für beide Seiten um entscheidende Punkte. Zusammen mit den Partien gegen die immer etwas unberechenbaren Bonner und beim dann vielleicht schon vor dem Abstieg geretteten Mitteldeutschen BC erscheint zumindest kein Wunder nötig, um sich am Ende 36 Punkte für Braunschweig vorstellen zu können.

Restprogramm: München (A), Göttingen (H), Bremerhaven (H), Bamberg (A), Bonn (H), MBC (A), Frankfurt (H), Bayreuth (H); unser Tipp: fünf Siege = 36:32 Punkte.

10. Ludwigsburg (24:28)

Die vierte Niederlage innerhalb der letzten fünf Spiele hat den Tabellendritten und Halbfinalisten der Vorsaison in Bedrängnis gebracht. Um trotzdem noch eine Chance zu haben, muss er vor allem seine Auswärtsbilanz (8:18 Punkte) verbessern, denn alle vier verbleibenden Gastgeber sind hinter ihm platziert. Aber selbst unter dieser Voraussetzung dürfte es schwierig werden, in den Heimspielen gegen vier der ersten Fünf die dann immer noch nötigen Punkte zu holen.

Restprogramm: München (H), Gießen (A), Bamberg (H), Crailsheim (A), Bremerhaven (A), Vechta (H), Göttingen (A), Berlin (H); unser Tipp: vier Siege = 32:36 Punkte.

11. Bayreuth (24:28)

Nur wenn sich im Endspurt doch noch die Heimstärke früherer Jahre einstellen sollte (bislang 12:14 Punkte), könnten die wahrscheinlich nötigen sechs Siege noch zu schaffen sein. Wenn nur eine der schweren Hausaufgaben gegen Bonn, Berlin, Würzburg und Bamberg nicht gelöst werden kann, muss in Oldenburg oder Ulm eine große Überraschung gelingen. Zumindest könnte eine Chance bis zum Saisonfinale beim direkten Rivalen Braunschweig erhalten bleiben. Ein Sieg dort würde auch den Vorteil im direkten Vergleich bedeuten – und dann reichen vielleicht doch 34:34 Punkte?

Restprogramm: Oldenburg (A), Bonn (H), Berlin (H), MBC (A), Würzburg (H), Ulm (A), Bamberg (H), Braunschweig (A); unser Tipp: fünf Siege = 34:34 Punkte.

Info: Rechnerisch haben auch Gießen und Frankfurt auf den Plätzen zwölf und 13 noch eine Playoff-Chance. Bei jeweils bereits 32 Minuspunkten können sie eine positive Gesamtbilanz aber nur noch mit Siegen in sämtlichen ausstehenden Spielen erreichen.

 

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