„Pille danach“: Rasantes Wachstum nach Rezeptfreigabe

Nach der Entlassung aus der Rezeptpflicht verzeichnet der Verkauf der „Pille danach“ ein rasantes Wachstum. Wie der Branchendienst „Apotheke adhoc“ am Samstag in Berlin unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen IMS Health berichtete, wurden allein in den ersten zwei Wochen fast ein Drittel mehr Packungen als im Vorjahreszeitraum abgegeben.

Demnach wurden in der 12. Kalenderwoche 13.500 Packungen der „Pille danach“ in den Apotheken abgegeben. Hochgerechnet auf den ganzen Monat entspricht das 54.000 Packungen. Verglichen mit 41.000 Packungen im März 2014 ergebe sich ein Anstieg von 31 Prozent.

Der Hersteller HRA Pharma sieht laut Branchendienst in Deutschland ein hohes Wachstumspotenzial von bis zu 2,4 Millionen Packungen pro Jahr. Davon sei man mit zuletzt 400.000 Packungen im Jahr noch sehr weit entfernt, so HRA-Deutschlandchef Klaus Czort.

Als „Pille danach“ wird umgangssprachlich ein hormonell wirksames Präparat zur Schwangerschaftsverhütung in Notfällen bezeichnet. Ihre freie Abgabe ist umstritten. Ärzteverbände äußern Vorbehalte. Sie befürchten mangelnde Beratung und Missbrauch.

KNA

Die Zahlen zu Abtreibungen in Bayreuth, ein Interview mit Ingrid Heinritzi-Martin, Vorsitzende der Frauen-Union Kreisverband-Stadt Bayreuth, und wie Apotheker und Ärzte in Bayreuth die Lage sehen, lesen Sie zusammengefasst hier.

 

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