Pegnitzer Neubürger Klettern ist Entspannung für sie

Das Klettern am Wochenende ist für die Pegnitzer Neubürger Lukas, Andreas, Felix und Andrea Tiefel ein wichtiger Punkt in der Woche. Foto: Ralf Münch

PEGNITZ. Der kleine Lukas (1) ist erschöpft und weint. Sein Bruder Felix (4) stopft sich ein Stück Banane in den Mund. Ihre Mutter Sabine Tiefel (36) hat sie gerade aus Kindergarten und Krippe abgeholt. Zusammen mit Vater Andreas (37) wohnen sie seit Februar in Pegnitz.

Die Familie Tiefel hat vorher in Nürnberg gelebt. Andreas Tiefel arbeitet dort als Möbelmonteur. Sabine Tiefel ist Ingenieurin für Geoinformation. Als ihre Firma von Bamberg nach Bayreuth zog, war ihr der Weg zu weit und sie suchten etwas, das zwischendrin liegt.

Der Alltag von Familie ist gut durchorganisiert. „Sonst würden wir das zeitlich gar nicht alles hinbekommen“, sagt Sabine Tiefel, die Vollzeit beschäftigt ist. So bringt der Vater die Kinder morgens in Krippe und Kindergarten, abends holt die Mutter sie ab. Mit Gleitzeit und Homeoffice ist das gut zu schaffen. Und wenn sie mal eher Schluss machen kann, dann ist die Arbeit wie weggeklickt und es sind nur die Kinder dran. So wie jetzt, als Felix etwas auf dem Tablet anschauen und Lukas ein Holzpuzzle legen will.

Sie sehen Familie nur selten

So richtig angekommen sind sie in Pegnitz noch nicht, sagt Sabine Tiefel. Sie weiß zwar, wo sie hin muss, zum Arzt, zum Einkaufen. Aber kennengelernt haben sie noch niemanden. Auch die Familie in Nürnberg und Jena sehen sie nur selten.

Balance finden

Ein fester Punkt in ihrem Wochenablauf ist aber der Sonntag. Da geht die ganze Familie zum Klettern. Entweder in die Halle oder draußen, in der freien Natur. Beim Klettern haben sich Sabine und Andreas Tiefel kennengelernt. Und Felix übt sich auch schon im Klettern. „Draußen habe ich einen Helm auf, denn da können Steine auf meinen Kopf fallen, drinnen nicht“, erklärt er.

Für Sabine Tiefel ist das Klettern die Gelegenheit völlig zu entspannen und den manchmal recht stressigen Alltag zu vergessen. „Das ist toll“, sagt sie. Schließlich muss man sich beim Klettern auch konzentrieren, darf sich von nichts anderem ablenken lassen. „Manchmal ist es schwer, die innere Balance zu finden“, sagt sie. Darum genießen sie die Zeit beim Klettern ganz bewusst.

Neulich war Sabine Tiefel mit Felix beim Neubürgerempfang der Stadt. Papa Andreas hat daheim auf Lukas aufgepasst. „Es war einfach zu spät für uns“, sagt sie. Eigentlich hat es ihr dort ganz gut gefallen, aber Kontakte hat sie keine geknüpft. „Es ist noch Distanz da, das ist ein schwieriger Weg“, sagt Sabine Tiefel.

 

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