Party läuft aus dem Ruder

Alle Hände voll zu tun, hatte die Polizei mit einer Gruppe von Halbstarken an diesem Wochenende in Arzberg. Zwei Brüder in der Nikolaus-Unruh-Straße feierten mit fünf weiteren Burschen und einer jungen Frau, alle im Alter zwischen 22 und 30 Jahren, bei lauter Partymusik in der Wohnung. Dadurch fühlte sich ein Anwohner in einer benachbarten Straße genervt und rief gegen 0.20 Uhr die Polizei.

Die Feiernden zeigten sich aggressiv und pöbelten die Streife an, so der Polizeibericht. Nur widerwillig drehten die Partymacher den Lautstärkeregler zurück. Kaum war die Streife weg, wurde wieder auf die ursprüngliche Lautstärke aufgedreht. Beim zweiten Einsatz stellten die Ordnungshüter dann die Lautsprecherkabel sicher.

Kurz nach Abrücken der Streif,  verließ die Gruppe mit Alkoholwerten zwischen 0,28 und 1,84 Promille die Wohnung und skandierte Beleidigungen und Bedrohungen in Richtung offenem Schlafzimmerfenster der ursprünglichen Amrufer. Als „Krönung“ schoss der 27-jährige Wohnungsinhaber eine Silvesterrakete in Richtung Schlafzimmer. Diese explodierte kurz vor dem Fenster.

Mit Unterstützung weiterer Streifen rückte die Marktredwitzer Polizei erneut an und stellte die Personalien der ganzen Gruppe fest. Diese hat sich nun wegen Landfriedensbruch und versuchter gefährlicher Körperverletzung strafrechtlich zu verantworten. Nachdem der zur Nachtzeit kontaktierte Jour-Staatsanwalt das Betreten und Durchsuchen der Party-Wohnung angeordnet hatte, versuchten die Wohnungsinhaber dies zu verhindern.

Beim Eindringen der Beamten in die Wohnung ging zahlreiches Glas zu Bruch. Einer der Wohnungsinhaber erlitt durch die Zwangsmaßnahmen leichte Abschürfungen. Der Grund, warum die Polizei nicht die Wohnung sollte, war ein Gramm Marihuana, das die Beamten beim „Raketenschützen“ sicherstellten.

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