Operla mit mobiler Bühne "Lohengrin" auf Rädern

Gisela Mösch-Ahner vor ihrer mobilen Bühne. Foto: Ralf Münch

BAYREUTH. Die Fans des Sängers Klaus Florian Vogt dürfen sich freuen. Denn der Wagner-Tenor dürfte schon bald in einem neuen Theater in Bayreuth auftreten. Allerdings nicht leibhaftig, sondern als Marionetten-Figur auf der mobilen Bühne des Operla. Am Dienstag wurde die fahrbare Bühne vorgestellt. Eine der Produktionen in diesem Jahr: Richard Wagners „Lohengrin“.

Wie die Leiterin des Operla, Gisela Mösch-Ahner, sagt, hat sie sich bei der Gestaltung der Schwanenritter-Marionette zumindest ein bisschen am Erscheinungsbild des gefeierten Wagner-Tenors orientiert. Auf jeden Fall wird der Sänger auch zu hören sein, denn zur Aufführung wird eine Berliner Aufnahme mit Vogt in der Rolle des Titelhelden laufen.

Am Dienstag präsentierten die Verantwortlichen des Operla ihre neue Bühne, die in ihren Ausmaßen derjenigen in der festen Spielstätte in der Steingraeber-Passage entspricht. Der Bühnenausschnitt ist 1,70 Meter hoch und einen Meter tief. Es ist so konstruiert, dass sich Bühnenbilder schnell wechseln lassen. Alles passt in einen Anhänger, so dass das Marionettentheater relativ schnell spielbereit ist. „Wir machen einfach die Klappe auf und spielen“, sagt die Theaterleiterin.

Die gekürzte „Lohengrin“-Fassung, die hier ab August gespielt werden wird, wird rund 140 Minuten dauern. Das Bühnenbild ist in einem traditionellen Stil gehalten. Aber: „Mit einigen Überraschungseffekten“, wie Gisela Mösch-Ahner sagt.

Bei Sonne und Regen spielen

Das Schöne an dem neuen Theater: „Mit der mobilen Bühne können wir unsere Stücke zu Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und vor allem Senioreneinrichtungen bringen. Gerade Letzteres ist eine Herzensangelegenheit für mich. Zudem haben wir jetzt die Möglichkeit, das Umland zu bespielen. Ich freue mich sehr und bin dankbar dafür, dass viele Unterstützer dazu beigetragen haben, dieses Projekt umzusetzen“, sagt Gisela Mösch-Ahner. Insgesamt ist so eine Summe von mehr als 10 000 Euro zusammengekommen, die für die Anschaffung und den Umbau des Hängers notwendig waren. Sechs Mitspieler gehören zu dem kleinen Theater. Und dessen Leiterin würde sich über weitere Interessenten freuen. Als Auftrittsorte für die mobile Bühne, an der sie anderthalb Jahre geplant hat, könnte sich Gisela Mösch-Ahner neben den genannten Einrichtungen etwa auch das Freiluftbad auf dem Grünen Hügel oder die Baille-Maille-Lindenallee in Himmelkron vorstellen. Mit im Gepäck sind auch einige Faltpavillon-Zelte, so dass sowohl bei Regen als auch bei Sonne gespielt werden kann.

Wer das Theater an seiner festen Spielstätte in der Steingraeber-Passage erleben will, kann dort ab 24. März das Stück „Der Sängerkrieg der Heidehasen“ sehen.

INFO: Weitere Informationen über das Marionettentheater gibt es im Internet auf www.operla.de.

 

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