Open-Air-Feeling mit Los Dos Y Companeros

Samstagabend auf der Seebühne: Ausflug nach Kuba mit Los Dos Y Companeros.

Die Sonne strahlte vom nahezu wolkenlosen Himmel, dazu wehte ein sanfter Wind: Kann man sich ein schöneres Open-Air-Wetter wünschen? Der Auftritt der Salsaband Los Dos Y Companeros auf der Seebühne am Samstagabend passte wunderbar zu der Frühsommeratmosphäre auf der Gartenschau. Die Guerilleros aus der Oberpfalz lockten so viele Zuhörer an, dass die gut 700 Stühle vor der Bühne ratzfatz belegt waren.

Und so machten es sich die übrigen Konzertbesucher auf mitgebrachten Decken und Kissen in der Wiese bequem und ließen sich am Ufer des Hammerstätter Sees nieder. „Mei’ Gott, schee schaugt’s aus“, rief Sänger Michael Deiml dem Publikum gut gelaunt zu, das ganz entspannt in der Sonne saß oder lag. So war es für die Musiker, die mancher vielleicht noch vom Kneipenfestival in guter Erinnerung hatte, nicht schwer, die Leute mit ihren lateinamerikanischen Rhythmen anzustecken.

Dass sie auf Oberpfälzisch sangen, haben einige, die weiter hinten im Publikum waren, gar nicht mitbekommen. So erstaunlich gut passten die Texte zu der kubanischen Musik, in die sich die Bandgründer Michael Tröster alias Don Macson seit einer Reise nach Kuba verliebt hat. Sänger Michael Deiml alias Don Michon ist genauso lang bei den nicht ganz ernst gemeinten Revolutionären dabei.

Ihre mitunter sozialkritischen Songs sind mitten aus dem Leben gegriffen, drehen sich nicht selten um Frauen, wie die unerreichbare Marie und die Mama, die am Sonntag den besten Schweinsbraten aller Zeiten kocht. Als nach zwei Stunden mit „Regt’s eich net auf“ und die Zugabe „Los Dos Y Companeros“ endgültig Schluss ist, sind fast alle Zuhörer auf den Beinen. Denn diese Musik geht ins Blut über, wer nicht mittanzt, muss mitwippen. So könnte es weitergehen mit den Konzerten auf der Gartenschau!

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