Offensivpower Medi-Team beim Zweiten Oldenburg gefordert

Einen nicht zu unterschätzenden Wert für Oldenburg hätte eine Rückkehr des zuletzt verletzt fehlenden Karsten Tadda (rechts). Im Hinspiel sorgte der auch nächste Saison für die Baskets auflaufende Defensivspezialist dafür, dass Kassius Robertson (links) kein einziger Punkt gelang. Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. In den nächsten Bundesligaspielen gegen Oldenburg, Bonn (6.) und Berlin (4.) muss Medi Bayreuth für die eine oder andere Überraschung sorgen, wenn nach den Niederlagen gegen die schlechter platzierten Frankfurt, Bremerhaven und Göttingen doch noch etwas in Richtung Playoffs gehen soll. Doch zuletzt lagen Teams aus Niedersachsen den Bayreuthern nicht unbedingt, die zudem in Oldenburg nur eine von zehn Partien gewinnen konnten und dort am Samstag um 20.30 Uhr auf den Tabellenzweiten treffen.

 

„Oldenburg ist sicher ein anderes Kaliber als unsere letzten Gegner. Das haben sie am Mittwoch eindrucksvoll bewiesen. Bamberg war 40 Minuten komplett chancenlos“, weiß auch Medi-Coach Raoul Korner um die Schwere der Aufgabe, sieht darin aber zugleich eine Gelegenheit: „Vielleicht hilft es uns, dass der Gegner von der Papierform übermächtig ist, und löst die Verkrampfung, die in den letzten Wochen doch deutlich spürbar war. Da mussten wir gewinnen, um gewisse Anforderungen an uns zu erfüllen. Vielleicht bekommen wir aber auch die Grenzen aufgezeigt.“

In erster Linie gehe es darum, sich ins Spiel hineinzubeißen und Selbstvertrauen zurückzuholen. Dass dieses im Moment fehlt, ist unter anderem an der Dreierquote abzulesen. So traf die bis dahin mit 42,5 Prozent beste Mannschaft in den vergangenen drei Spielen nicht einmal mehr ein Drittel (31,8) ihrer Distanzwürfe und erzielte im Schnitt nur noch 74 Punkte (vorher knapp 88). „Die Dreier sind unsere große Stärke. Wir müssen schauen, dass wir diese Stärke wieder ausspielen und scoren. Wir müssen schnell in den Rhythmus finden.“

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97,3 Punkte in vergangenen sechs Spielen

Auf der anderen Seite wird es darauf ankommen, die Oldenburger Offensivpower einzudämmen. Mit 91,15 Zählern pro Spiel liegen die Baskets nur knapp an zweiter Stelle hinter Gießen (91,19), in den vergangenen sechs Partien kamen sie sogar auf 97,3 Punkte. „Das sind die zwei Teams mit einem Center, der Scoring und Playmaking in so einer Qualität vereint“, sagt Korner. Gegen Bamberg sammelte sein österreichischer Landsmann Rasid Mahalbasic 20 Punkte sowie je sieben Rebounds und Assists. „Oldenburg hat aber auch den besten Point Guard, kann einen mit Dreiern von außen erschießen und hat starke Eins-gegen-eins-Spieler. Da ist das gesamte defensive Repertoire gefragt.“

Die zweite Meisterschaft – zehn Jahre nach der ersten – traut Korner den Oldenburgern aber weiterhin nicht ganz zu, obwohl sie mit 9:1 Siegen die beste Bilanz der letzten zehn Spiele vorweisen und dabei sogar Titelverteidiger FC Bayern München (83:82) und in Berlin Vizemeister Alba in die Knie zwangen (94:78). „In einzelnen Spielen können sie die Topteams schlagen, weil sie von ihrer Kompaktheit profitieren. Jeder weiß, was zu tun ist. Auch in der ersten Runde werden sie kein Problem haben. Eine Serie gegen ein tief besetztes Team ist aber etwas anderes. Erst recht, wenn sich jemand verletzt oder eine schwache Woche hat.“

Oldenburg zweiter Playoff-Teilnehmer

Als zweite Mannschaft nach Titelverteidiger FC Bayern München haben sich die Baskets Oldenburg am Mittwoch durch den Heimsieg mit 100:89 (26:26, 26:18, 22:21, 26:24) gegen Brose Bamberg für die Playoffs qualifiziert. In der Nachholpartie des 17. Spieltags starteten die Niedersachsen nach ausgeglichenem ersten Viertel mit einem 8:0-Lauf in den zweiten Abschnitt und verteidigten diesen Vorsprung bis zur Halbzeit (52:44). Bis Mitte des dritten Viertels baute Oldenburg die Führung dann sogar auf 13 Punkte aus. Doch angeführt von Augustine Rubit und Tyrese Rice kam Bamberg gut drei Minuten vor dem Ende auf 84:90 heran. Nicht zuletzt dank ihrer Rebound-Überlegenheit (39:30) setzten sich die Hausherren aber wieder ab.

Punkte für Oldenburg: Mahalbasic 20, Massenat 18, Cummings 16, Schwethelm 14, Paulding 13, Boothe 13, Stojanovski 6; für Bamberg: Rice 23, Rubit 19, Zisis 15, Taylor 7, Alexander 5, Hickman 4, Schmidt 4, Harris 4, Stuckey 3, Heckmann 3, Olinde 2; Zuschauer: 6000.

 

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