Oberfränkische Polizei stellt zwei Personensuchhunde in Dienst, weil immer mehr Menschen als vermisst gemeldet werden Zwei Supernasen für die Polizei

Die Hundeführerinnen Anja Tittmann (links) und Severine Landgraf haben soben die Fähigkeiten ihrer Polizeisuchhunde demonstriert: Die zwei Supernasen Bertram und Erwin bekommen vom Polizeipräsidenten Reinhard Kunkel ihre Belohnung in Form einer Wurst. Foto: Harbach

Oberfrankens Polizei hat zwei Supernasen in Dienst gestellt: Die Polizeihunde Bertram und Erwin sind die ersten Personensuchhunde des Polizeipräsidiums. Die Tiere riechen um ein Vielfaches besser als üblicherweise verwendete Polizeihunderassen. Notwendig wurde die Anschaffung und Ausbildung der Tiere durch den Umstand, dass die Polizei immer mehr Vermisste zu suchen hat, vorwiegend ältere, demente Menschen.

Dass Erwin von Haus Schlader gerne küsst, ist nicht verwunderlich, denn Erwin ist trotz seines deutschen Vornamens ein Franzose: Der Zweijährige ist ein Jagdhund der Rasse Griffon bleu de Gascogne. Erwin und sein gleichaltriger Kollege Bertram vom Forsthaus, ein Hannoveraner Schweißhund, sind die ersten Personensuchhunde der oberfränkischen Polizei. Sie sind seit März offiziell im Dienst. Seither haben die zwei Supernasen 20 Einsätze absolviert, in 16 Fällen mussten Erwin und Bertram mit ihren Hundeführerinnen Severine Landgraf und Anja Tittmann vermisste Menschen suchen. Erwin und Bertram jagen wie Parfümtester der Duftwolke einer gesuchten Person hinterher. Hundeführerin Anja Tittmann: „Wir brauchen dazu eine Probe mit dem Duft dieser Person." Diese Probe reicht den beiden Supernasen aus: Im Gegensatz zu den ohnehin schon feinen Nasen „normaler" Hunde, die eine Fährte verfolgen können, verfügen Erwin und Bertram über ein Vielfaches an Geruchsrezeptoren in ihren Nasen. Die Riechorgane sind so gut, dass die Personensuchhunde auch auf Asphalt oder eben unter erschwerten Bedingungen die Duftspur nicht verlieren – sie können zum Teil noch nach Wochen riechen, wo ein Mensch entlang gegangen ist.

Oberfrankens Polizeipräsident Reinhard Kunkel erklärt, die Anschaffung der beiden Spezialhunde sei notwendig geworden, weil die Polizei nahezu täglich und seit geraumer Zeit immer öfter mit der Suche nach vermissten Menschen befasst wird: „Das liegt auch am demografischen Wandel. Immer öfter sind ältere, demente Menschen einfach weg und finden den Rückweg nicht mehr."

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Dienstagausgabe (28. Mai) des Nordbayertischen Kuriers.

 

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